Billig-Konkurrenz: Maschinenbauer wollen im Wettbewerb mit Chinesen Qualität drosseln

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Billig-Konkurrenz: Maschinenbauer wollen im Wettbewerb mit Chinesen Qualität drosseln

China ist der wichtigste Exportmarkt für deutsche Maschinenbauer. Doch die chinesische Konkurrenz wächst rasant. Und sie ist billiger. Darauf muss die deutsche Schlüsselindustrie reagieren - indem sie über ihren Schatten springt und die Qualität herunterschraubt.

Die deutschen Maschinenbauer bereiten sich im Preiskampf mit chinesischer Billig-Konkurrenz darauf vor, auch Abstriche bei der Qualität zu machen. Um sich gegen die rasant wachsende Konkurrenz zu behaupten, bleibe den größtenteils mittelständischen Betrieben aus Deutschland nur dieses Mittel, die Preise zu senken, sagte der Präsident des Branchenverbands VDMA, Reinhold Festge, am Dienstag in Frankfurt: „Wenn wir uns nur auf High-Tech-Produkte konzentrieren, laufen wir an die Wand.“ An der Spitze der Technologiepyramide sei der Markt zu klein.

Nach einer Studie der EAC-Euro Asia Consulting im Auftrag der Impuls-Stiftung des VDMA sehen sich chinesische Betriebe vor allem im Service sowie im bedeutenden mittleren Preissegment im Vorteil gegenüber deutschen Unternehmen. „Und das mittelfristig nicht nur in China. Darin liegt der Kern ihrer Internationalisierungsstrategie, auf die die deutsche Industrie Antworten finden muss“, sagte EAC-Expertin Daniela Bartscher-Herold. Die deutschen Maschinenbauer hätten trotz ihres Technologie- und Qualitätsvorsprungs akuten Handlungsbedarf, ihre China-Strategie zu überprüfen.

Für die Studie befragte EAC 122 chinesische Unternehmen aus acht der 39 Maschinenbausparten. Demnach liegt das größte Potenzial für den deutschen Maschinenbau in China im mittleren Technologiesegment. „Auf dieses Segment müssen die deutschen Unternehmen ihr Angebot verstärkt ausrichten“, forderte Festge. Das könne auch einmal den Mut zum „Good-enough“ (gut genug) erfordern.

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China ist für deutsche Maschinenbauer extrem wichtig: Mit einem Volumen von rund 17 Milliarden Euro ist das Land der größte Exportmarkt für die deutschen Unternehmen. Gleichzeitig fertigt das Land auch selbst immer mehr Maschinen und ist inzwischen mit 678 Milliarden Euro (2012) Umsatz der mit Abstand größte Maschinenproduzent der Welt. Zum Vergleich: Das Umsatzvolumen der Industrie in Deutschland lag 2012 bei 248 Milliarden Euro. Von 2008 bis 2012 hat der chinesische Maschinenbau seine Produktion mehr als verdoppelt, im Ranking der Maschinenexporteure liegt China inzwischen hinter Deutschland und den USA auf Platz 3.

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