Bundesbank unzufrieden: Für die Sepa-Umstellung ist es fünf vor zwölf

ThemaMittelstand

Bundesbank unzufrieden: Für die Sepa-Umstellung ist es fünf vor zwölf

Seit Jahren ist bekannt, dass zum 1. Februar 2014 das internationale Zahlungsverfahren Sepa kommt. Gut einen Monat vor dem Start sind viele Unternehmen immer noch nicht darauf vorbereitet. Die Bundesbank kann darüber gar nicht lachen.

Im Februar kommt das neue Zahlungssystem Sepa, die alten Kontonummern werden ersetzt. Das geht nicht nur Großkonzerne etwas an, auch Handwerker und Vereine müssen sich mit dem Thema auseinandersetzen. Sonst können sie Löhne nicht mehr überweisen und Mitgliedsbeiträge nicht mehr einziehen - das gilt nicht nur für Geschäfte, die im Ausland getätigt werden. Sepa ist auch national bindend. Bereits im Dezember 2011 war klar, dass die 22-stelligen Kontonummern Pflicht werden und sich das europäische Zahlungssystem ändern wird. Nur der Mittelstand reagiert nicht. Bereits im August 2013 warnte die Deutsche Bundesbank vor Liquiditätsengpässen nach dem 1. Februar 2014: "Zahlungen von Gehältern und anderen Leistungen können nicht mehr rechtzeitig abgewickelt werden, wenn die Zahlungsdaten nicht im Sepa-Format bei der Bank eingereicht werden", sagte damals Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele.

SEPA Unternehmen und Banken droht der große Knall

Für viele Firmen und Betriebe wird es eng, weil sie noch nicht auf die neuen europäischen Kontonummern umgestellt haben.

Vor allem kleine und mittlere Betriebe hinken dem Zeitplan für die Umstellung auf die europäischen Kontonummern hinterher. Quelle: dpa

Während die großen Konzerne gut gerüstet sind und Renten- oder Kindergeldzahlungen bereits umgestellt haben, schlafen viele kleine Unternehmen, Handwerksbetrieben und Vereine weiter. Und das obwohl es zahlreiche Informationsveranstaltungen gibt und die Bundesbank nahezu monatlich vor den Folgen warnt, wenn sich Unternehmen nicht mit der Umstellung beschäftigen.

Anzeige

Weitere Artikel

Gut einen Monat vor dem Start des europäischen Zahlungssystems Sepa sieht die Bundesbank immer noch Defizite bei der Vorbereitung von Unternehmen und Vereinen. "Wir sehen Bewegung, können aber noch keine Entwarnung geben", sagt Thiele. Im November 2013 seien erst 32 Prozent aller Überweisungen im Sepa-Format erfolgt.

In Deutschland sei offenbar immer noch nicht allen bekannt, dass die neuen EU-Regeln für Überweisungen und Lastschriften ab Februar 2014 auch national verbindlich gelten, und nicht nur im Verkehr mit dem Ausland. "Wer sich bis dahin nicht vorbereitet hat, hat ein Problem." Nebe der gefährdeten Liquiditätsversorgung bei den Unternehmen drohen sogar Firmenpleiten.



Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%