Deutscher Maschinenbau: Beim Wachstum optimistisch, bei Industrie 4.0 abwartend 

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Deutscher Maschinenbau: Beim Wachstum optimistisch, bei Industrie 4.0 abwartend 

von Anke Henrich

Auf der Hannover Messe drängen sich seit heute die Elite-Unternehmen des Maschinenbaus. Die Beratungsgesellschaft PwC hat zuvor 100 Führungskräfte aus der Branche nach ihren Zukunftsperspektiven befragt.

84 Prozent der deutschen Maschinenbauer glauben an nationales und globales Wirtschaftswachstum in den nächsten 12 Monaten. Dafür nehmen sie viel Geld in die Hand: Die Mehrheit der deutschen Vorzeigebranche will kräftig investieren. Das zeigt das aktuelle „Maschinenbau-Barometer“ der Beratungsgesellschaft PwC.

Die durchschnittliche Wachstumserwartung liegt bei 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das eigene Haus geben sich die Ingenieure und Kaufleute noch hoffnungsvoller:  90 Prozent erwarten ein durchschnittliches Umsatzwachstum von  4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Die Mehrheit plant deshalb in den kommenden zwölf Monaten größere Investitionen, im Schnitt bei  6,3 Prozent des Gesamtumsatzes und vor allem in Forschung und Entwicklung sowie Produkteinführungen. Das Ganze fokussiert auf das Auslandsgeschäft. Dessen Anteil am Gesamtumsatz sehen die Manager  in den kommenden zwölf Monaten bei knapp 60 Prozent. Zugleich wird der Wettbewerb um ausländische Kunden als größte geschäftliche Herausforderung eingeschätzt. Weitere Risiken seien die  steigenden Personal-, Rohstoff- und Energiekosten. Regulatorische Rahmenbedingungen scheinen den Befragten hingegen weniger problematisch. Erstaunlich, warnen doch die Lobbyvertreter der Branche nimmermüde vor deutscher oder europäischer Regulierungswut.

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 „Die Ergebnisse der Befragung machen deutlich, dass sich der deutsche Maschinenbau seiner Kernkompetenz bewusst ist. Denn ohne Investitionen in Technologie- und Innovationsführerschaft kann die weltweite Spitzenposition der Maschinen, Anlagen und Komponenten "Made in Germany" nicht ausgebaut werden“, analysiert Martin Theben, Partner und Leiter des PwC-Bereichs "Industrielle Produktion".

„Industrie 4.0“

Das Top-Thema der Hannover Messe,  „Industrie 4.0“, stufen erst ein Drittel der Befragten als wichtig bis sehr wichtig ein. Vor allem umsatzstarke, große Branchenakteure messen diesem Thema überdurchschnittlich häufig Relevanz bei. Entscheidend für den Erfolg von „Industrie 4.0“ seien vor allem Prozessoptimierung, Datenmanagement sowie interne und externe Vernetzung. Eine höhere Energieeffizienz scheint untergeordnet.

„Insgesamt sprechen diese Ergebnisse für eine umsichtige und pragmatische Herangehensweise an das Thema“, stellt Theben fest. „Überzogene Erwartungen hinsichtlich Kosteneinsparungen und Umsatzwachstum werden in diesem Kontext explizit nicht genannt.“

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