Drei-Wege-Leasing: Größeres Firmenauto für kleinere Leasing-Raten

Drei-Wege-Leasing: Größeres Firmenauto für kleinere Leasing-Raten

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Mehr Auto für weniger Rate: Mit einem Drei-Wege-Leasing lassen sich die Kosten beim Firmenauto-Kauf deutlich drücken

Neue Finanzangebote der Autohersteller machen's möglich: Neufahrzeuge, die mehr als 30.000 Euro kosten, können dank des Drei-Wege-Leasings für Monatsraten von weniger als 200 Euro erstanden werden. Wie das funktioniert - und was Sie beachten müssen - erfahren Sie hier.

Wenn Erwin Braxmeier, Inhaber einer Beratungsfirma für Kassensysteme mit elf Mitarbeitern, aus dem Fenster schaut, dann sieht er seinen nagelneuen Peugeot 407, einen von insgesamt fünf neuen Firmenautos. Für die fünf Fahrzeuge zahlt er monatlich soviel, wie er zuvor für zwei gezahlt hat. Möglich ist das aufgrund eines Peugeot-Finanzangebots, das die Vorteile von Leasing und Finanzierung miteinander verbindet.

Laut Olivier Dardart, Geschäftsführer bei Peugeot Deutschland in Saarbrücken, könnte die Finanzofferte ebenso gut Drei-Wege-Finanzierung, -Mietfinanzierung oder -Leasing heißen - am Prinzip ändert sich nichts: Der Firmenkunde freut sich über niedrige Monatsraten und zahlt dafür eine höhere Schlussrate, die nach Vertragsablauf fällig wird. Für Helmut Blümer vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn stimmt diese Verfahrensweise mit der klassischen Ballonkreditfinanzierung überein: "Der Unterschied ist, die Monatsraten werden nicht im Rahmen eines Darlehens-, sondern eines Leasingvertrags erbracht", informiert der ZDK-Sprecher. "Einerlei welche Finanzform gewählt wird - nach Vertragsende ist der Firmenkunde hinsichtlich der Fahrzeugverwertung in jeder Hinsicht flexibel", ergänzt Hermann Frohnhaus, Vorstandssprecher der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) in Hamburg.

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Die angesprochene Flexibilität beinhaltet laut ALD Lease Finanz, dass Geschäftskunden bezogen auf die Schlussrate die Optionen Fahrzeugtausch, Übernahme, Anschlussfinanzierung oder Rückgabe haben. Beim Fahrzeugtausch erhält der Geschäftskunde somit einen Neuwagen, wieder basierend auf einem Leasing- oder Finanzierungsvertrag. Die Wagenübernahme, welche die Barbezahlung der Schlussrate beinhaltet, lohnt sich dann, wenn man von vornherein beabsichtigt hat, Fahrzeugeigentümer zu werden, doch bei Vertragsbeginn noch nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügte. Der Kaufzeitpunkt wurde also um die Leasingzeit nach hinten verschoben.

Die meisten Finanzgesellschaften bieten auch die Möglichkeit, die Schlussrate zu finanzieren. Zudem besteht die Option, das Automobil einfach wieder zurückzugeben, mit der Rückgabe wird die Schlussrate beglichen. "Dank dieser Möglichkeiten, die immer eine minimale Kapitalbindung während einer überschaubaren Laufzeit vorsehen, können Geschäftskunden am Ende bedarfsgerecht entscheiden, wie sie ihre Mobilität weiterhin sichern möchten", meint Reinhard Gödel, Vorsitzender bei der VR Leasing in Eschborn.

Stellschrauben für niedrige Raten

Meist basiert das Drei-Wege-Leasing auf Standard-Angeboten, die auf die Anforderungen von Firmenkunden in einem vorgegebenen Rahmen angepasst werden können. Doch in vielen Fällen sind diese auch weitergehend veränderbar, wenn noch geringere Monatsraten zum Tragen kommen sollen. Stellschrauben, an denen der Firmenkunde drehen kann, weil für die Berechnung der Monatsrate maßgeblich, sind die Schlussrate, der Zinssatz, die Laufzeit, die Kilometerleistung pro Jahr und die Anzahlung. Grundsätzlich gilt für die Berechnung: Je höher die Schlussrate, je geringer der Zinssatz, je länger die Vertragslaufzeit, je weniger Kilometer im Jahr oder insgesamt während der Vertragszeit gefahren werden, je höher die Anzahlung, desto niedriger die monatliche Rate.   Auch eine über die Standardvorgabe gehende Schlussrate ist meist dann möglich, wenn sicher ist, dass der Firmenkunde das Fahrzeug nach Vertragsablauf übernimmt. Doch es gibt auch Autofirmen, wie zum Beispiel Peugeot, die von vornherein mit einer höheren Schlussrate werben. Höhere Schlussrate heißt in der Regel: Am Vertragsende steht das Fahrzeug mit einem Restwert zu Buche, der über dem Marktwert liegt. Anders gesagt, das ausgediente Gefährt würde auf dem Gebrauchtwagenmarkt deutlich weniger einspielen als rechnerisch vorgegeben. Der ADAC stellte fest, dass dieses Procedere mit einer Subventionierung verglichen werden kann.  

Autohersteller und -händler forcierten so ihr Firmenkundengeschäft in der Hoffnung, dass zu einem späteren Zeitpunkt weitere Fahrzeuge für den Firmenfuhrpark bestellt werden. Darüber hinaus sieht der Münchner Autoclub eine Art Verdrängungstaktik. Bei Unternehmen, mit denen man aufgrund besonders günstiger Finanzangebote in Kontakt kam, lässt das Interesse an anderen Autofabrikaten nach, die Fremdfabrikate werden allmählich aussortiert.

Citroën geht einen anderen Weg, Nachlässe auf Autoneupreise von bis zu 7.000 Euro haben ebenfalls niedrige Monatsleasingraten zum Ergebnis. Jaguar wirbt mit 230 Euro monatlicher Leasingrate für das mehr als 50.000 Euro teuere Modell S-Type. Andere Autofirmen verweisen auf ihre günstigen Zinssätze, wie Mazda (0 Prozent), Daihatsu (0 bis 5,9 Prozent), Audi (2,9 bis 4,9 Prozent), Subaru (1,9 bis 4,9 Prozent), Suzuki (0 bis 2,9 Prozent).

So reduzieren Sie die Kosten

Weitere Tipps für niedrige Monatsraten sind: Bei einem relativ hohen Leasing-Zinssatz von über sieben Prozent ist es oftmals möglich, diesen um bis zu zwei Prozentpunkte durch Verhandlungen zu drücken. Üblich sind Vertragszeiten von 24 oder 36 Monaten, auf Verhandlungswege können bei Leasing nicht selten 48 Monate Laufzeit erzielt werden - bei Kreditfinanzierung bis zu 72 Monate.Die Standard-Kilometerjahresleistung beträgt 15.000 Kilometer. Dies kann ohne Probleme auf 10.000 Kilometer verändert werden.

Stehen nach Ablauf eines 24-monatigen Vertrags statt 20.000 über das Doppelte auf dem Tacho, bedeutet dies im Regelfall, dass pro mehr gefahrenem Kilometer eine Pauschale zu entrichten ist, was den Kunden teuer zu stehen kommt. Doch der Firmenkunde, der die Fahrzeugübernahme von vornherein eingeplant hat, braucht hier nicht in die Tasche zu greifen: Er bezahlt die vereinbarte Schlussrate, die auf der Kilometergesamtleistung basiert, und ist diese Sorge los. Die Monatsraten können ebenso durch eine Anzahlung auf den Fahrzeugneupreis reduziert werden, denn die bringt eine geringere Ausgangssumme für die Berechnung mit sich.

Oftmals wird von einer Anzahlung mit dem Argument abgeraten, dass die monatlichen Leasingraten bei Firmenkunden von der Steuer absetzbar sind, was laut ADAC richtig ist. Doch da die Anzahlung ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden kann, macht das unterm Strich keinen Unterschied, so der Autoclub.

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