Familienunternehmen: Viele unbesetzte Stellen im Mittelstand

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Rund 40 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben derzeit freie Stellen, die sie nicht besetzen können.

von Bert Losse

Rund 40 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben derzeit freie Stellen, die sie nicht besetzen können. Eine Exklusivmeldung.

Über die demografische Lücke in Deutschland ist viel geforscht und geschrieben worden – für viele Mittelständler wird sie offenbar zunehmend zur Realität. Rund 40 Prozent der mittelständischen Unternehmen haben derzeit freie Stellen, die sie nicht besetzen können. Jeder zehnte Unternehmer musste im vergangenen Quartal sogar einen oder mehrere Aufträge ablehnen, weil ihm Personal fehlt. Zu diesen Ergebnissen kommt jetzt eine Umfrage der Wirtschaftsverbände „Die Familienunternehmer-ASU“ und „Die Jungen Unternehmer-BJU“ exklusiv für die WirtschaftsWoche.

„Der Fachkräftemangel ist kein Hirngespinst der deutschen Wirtschaft, sondern Realität in vielen Familienunternehmen“, warnt Lutz Goebel, Präsident des Familienunternehmer-Verbands. 

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Nach Angaben der 700 befragten Firmenchefs werden aktuell vor allem Techniker und Ingenieure gesucht, überraschenderweise aber auch Beschäftigte für einfache Tätigkeiten. Bei Kaufleuten und Sachbearbeitern in der Verwaltung ist der Bedarf geringer. Als Hauptgründe für unbesetzte Stellen nennen betroffene Betriebe die mangelnde Qualifikation der Bewerber (68 Prozent) oder sogar das völlige Ausbleiben von Interessenten für die Stelle (58 Prozent). An dritter Stelle stehen weit abgeschlagen „zu hohe Lohnforderungen“ der Bewerber (21 Prozent).

„Viele Familienunternehmer nehmen sich die Zeit und qualifizieren bereits nach“, sagt Goebel. Er erwarte „von den Schulen, dass sie die Lerninhalte besser auf die Bedürfnisse der Arbeitswelt abstimmen. So gehören mehr Wirtschaftsthemen in die Schulbücher und Lehrpläne.“ Der Verband sieht zudem großes Arbeitskräftepotenzial bei Flüchtlingen, allerdings erst nach entsprechender Fort- und Weiterbildung.  Goebel schlägt eine „1+3- Ausbildung“ vor.  Die dreijährige duale Ausbildung sollte um die Sprachausbildung ergänzt und so auf vier Jahre verlängert werden. Goebel: „Im Betrieb lernen die jungen Menschen unsere Sprache – auch die Fachausdrücke – am schnellsten.“

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