Bild: Brad TrentFelix Zulauf
Gründer des Vermögensverwalters Zulauf Asset Management, Zug/ Schweiz; einer der klügsten Köpfe der Zunft
Bild: Brad TrentDie Milliardenverwalter
Marc Faber
Vermögensverwalter und Autor des Börsenbriefs „Gloom Boom & Doom Report“, Hongkong; weltberühmter Pessimist
Bild: Brad TrentBrian Rogers
Chefstratege der Investmentfonds-Gruppe T. Rowe Price, Baltimore, die weltweit 453 Milliarden Dollar verwaltet
Bild: Brad TrentFred Hickey
Herausgeber des Börsenbriefs „The High-Tech Strategist Newsletter“, Nashua/New Hampshire; Technologiewert-Experte
Bild: Brad TrentBill Gross
Gründer und Stratege der Fondsgesellschaft Pimco (Allianz-Gruppe), Newport Beach; lenkt unfassbare 1357 Milliarden Dollar
Bild: Brad TrentScott Black
Gründer und Präsident des Fondshauses Delphi Management, Boston; rund 1,7 Milliarden Dollar verwaltetes Vermögen
Bild: Brad TrentMeryl Witmer
Partnerin der Investmentgesellschaft Eagle Capital, New York, managt 11 Milliarden Dollar; eine der wenigen Top-Frauen
Bild: Brad TrentMario Gabelli
Chef des Fondsmanagerhauses Gamco Investors, New York, das rund 820 Millionen Dollar Anlegergelder verwaltet
Bild: Brad TrentOscar S. Schafer
Gründer des Hedgefonds O. S. S. Capital, New York, zuletzt 500 Millionen Dollar Vermögen; hat diesen im November aufgelöst
Bild: Brad TrentAbby Joseph Cohen
Strategin für den US-Markt bei der Investmentbank Goldman Sachs, New York; bekannt als notorische OptimistinLesen Sie hier mehr über die Anlagestrategie der Börsengurus und was sie jetzt kaufen würden.
Felix Zulauf
Gründer des Vermögensverwalters Zulauf Asset Management, Zug/ Schweiz; einer der klügsten Köpfe der Zunft
Hamburg, Ballindamm, eine der feinsten Adressen der Stadt. Aus seinem Büro im fünften Stock blickt Stephan Buchwald auf die Wasserfontäne der Binnenalster. Doch das Interieur der Büros der Vermögensverwaltung Kontora ist von hanseatischer Zurückhaltung geprägt: weiche Teppiche, Bilder mit Hamburg-Motiven, funktionale Möbel – schlichte Eleganz statt Protz.
Buchwald hat eine Stunde Zeit, mehr nicht. „Bei uns herrscht derzeit Hochkonjunktur“, entschuldigt sich der 40-jährige geschäftsführende Gesellschafter. Prominente und weniger Bekannte, aber stets wohlhabende Unternehmer, sie alle geben sich bei ihm die Klinke in die Hand. Es geht um ihr Geld, immer um viel Geld.
Mindestens 30 Millionen Euro schwer ist jedes der etwa drei Dutzend Familien- und Stiftungsvermögen, die Buchwald, sein Geschäftsführungskollege Berndt Otternberg und ein Team von 25 Spezialisten betreuen. Kontora ist ein sogenanntes Multi-Family-Büro, weil es im Gegensatz zum klassischen Family Office mehrere Clans gleichzeitig betreut. So breit arbeiten deutsche Vermögensverwalter wie Berenberg Private Capital in Hamburg, Flossbach & von Storch in Köln, Focam, Marcard, Spudy & Co in Hamburg, Meeder & Seifer in Frankfurt am Main oder Lucatis in München.

Jahrelang konnten die Betreuer der Reichen die Vermögen ihrer Mandanten mehr oder weniger erfolgreich mehren. Sie investierten deren Millionen in Anleihen, in Aktien, Fonds und andere klassische Anlageformen. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Euro- und Schuldenkrise und das Zinstief erschweren den Geldstrategen, die Vermögen ihrer Kunden zu mehren. Dazu kommt die Angst vor einer Inflationsrate, die an der Substanz nagen könnten.
Anders als früher geht jetzt Sicherheit vor. „Während noch vor fünf, sechs Jahren viele Mandanten möglichst hohe Renditen im Auge hatten, geht es ihnen heute in erster Linie darum, ihre erarbeiteten Werte zu erhalten“, sagt Buchwald. Sachwerte wie Edelmetalle, Immobilien oder Kunst bestimmen daher die Strategien.
Doch wenn das Vermögen wachsen soll, auch nur ein wenig, dann reichen diese Anlageformen nicht mehr aus. Family Offices, die auf Vermögenszuwachs nicht verzichten wollen, gehen daher verstärkt in Aktien und Mittelstandsanleihen. Oder sie agieren wie Beteiligungsunternehmen. Die neuen Geheimwaffen der Vermögenden gegen die Niedrigzinspolitik von Regierungen und Notenbanken heißen Clubdeals und Pooling. Dazu tun sich die Reichen und ihre Anlagebüros mit anderen Reichen und deren Offices zusammen, um – wie die als Heuschrecken gescholtenen sogenannten Private-Equity-Unternehmen – größere Firmenbeteiligungen zu erwerben und das Risiko zu streuen.
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