Flüchtlinge: Handwerk will mehr Flüchtlinge ausbilden

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Ein Flüchtling arbeitet in einer Lernwerkstatt.

von Christian Ramthun und Max Haerder

Das deutsche Handwerk will mehr Flüchtlinge in deutschen Betrieben einstellen.

„Die Ausbildungsbereitschaft gerade auch kleiner Betriebe des Handwerks wächst, je weniger Bürokratie für den Asylbewerber in Ausbildung anfällt“, sagte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes Deutschen Handwerks, der WirtschaftsWoche. „Sie erwarten zum Beispiel Sicherheit über das Bleiberecht für die gesamte Dauer der Ausbildung. Auch sind frühzeitige Sprachkurse für Flüchtlinge unerlässlich für die erfolgreiche Aufnahme einer Ausbildung.“

Die neue Flüchtlingsprognose des Bundesinnenministeriums stellt laut Wollseifer keine Bedrohung dar, sondern eine Chance: „Nicht nur aus Syrien, sondern auch aus Afghanistan, dem Irak oder aus Afrika kommen zahlreiche junge Menschen, die bereits eine gute schulische Vorbildung mitbringen, oft sogar die Hochschulreife.“

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Einige Ausbildungsberufe, in denen bereits heute Fachkräftemangel droht, sind laut Wollseifer besonders aufnahmefähig für Flüchtlinge.

„Junge Menschen mit technischen Talenten finden zum Beispiel Plätze im Elektrohandwerk oder als Anlagenbauer im Sanitär, Heizung, Klima-Bereich. Dort ist die Zahl der unbesetzten Lehrstellen aktuell sehr hoch“, sagte der ZDH-Präsident der WirtschaftsWoche. „Begehrt sind auch Ausbildungsplätze in den medizinischen Handwerken – Zahntechnik, Augenoptik, Hörgeräteakustik oder Orthopädietechnik, die derzeit wachsen und qualifizierten Nachwuchs brauchen.“

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