Freudenberg: Erfolgreiche Mischung

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KommentarFreudenberg: Erfolgreiche Mischung

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Der Mischkonzern Freudenberg setzt seinen Erfolgskurs weiter fort.

von Hans-Jürgen Klesse

Der Mischkonzern Freudenberg produziert die bekannten Vileda-Haushaltstücher, ist aber auch einer der großen Autozulieferer und Medizintechnik-Hersteller. Das Familienunternehmen macht vieles anders als andere Konzerne – aber das sehr erfolgreich, wie die aktuelle Jahresbilanz für 2013 zeigt.

Hätten die Freudenberg-Eigentümer früher mal einen Unternehmensberater gefragt, mit welchem Konzept sie ihr Unternehmen zukunftssicher machen könnten – der Konzern hätte sich womöglich nicht so erfolgreich entwickelt. Auf jeden Fall würde er aber ganz anders aussehen. Denn statt dem jahrelang gepredigten Trend zu folgen und sich auf ein margenstarkes Kerngeschäft zu fokussieren, hat das Traditionsunternehmen aus Weinheim an der Bergstraße immer weiter diversifiziert.

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Diversifikation durch Weiterentwicklung bestehender Bereiche gehört bei Freudenberg zur Unternehmnens-DNA. Ursprung war eine Lederfabrik, aus den Resten ließen die Gründer Dichtungen für drehende Teile stanzen. Als das Leder im ersten Weltkrieg knapp wurde, entwickelten die Freudenbergs die ersten Kunstledersorten. Dessen Trägermaterial wiederum wurde zur Basis für die Fertigung von Vliesstoffen für die unterschiedlichsten Anwendungen.

Heute gibt es kaum ein Unternehmen, dessen Produktpalette so umfangreich ist wie die von Freudenberg. Aus den Werken kommen bei jedermann bekannte Produkte wie die als Formgeber etwa in Sakkos verarbeitete Vlieseline oder auch die Haushaltstücher und Wischmopps der Marke Vileda. Daneben  werden zahlreiche Dinge gefertigt, mit denen zum Teil jeder fast täglich zu tun hat: Schalldämmende Dachhimmel oder Kofferraumverkleidungen für Autos etwa.

Aber das Freudenberg-Sortiment ist viel größer: In Fabriken rund um den Erdball entstehen auch Federn für Nutzfahrzeuge oder Eisenbahnwaggons, Filter für alle möglichen Anwendungen, Produkte zur Oberflächenbehandlung, Trennmittel und Schmierstoffe sowie medizintechnische und mechatronische Produkte.

Mehr als 6,6 Milliarden Euro hat Freudenberg damit im vergangenen Jahr umgesetzt, knapp fünf Prozent mehr als 2012. Unter dem Strich blieb ein Konzernergebnis gut 400 Millionen. Kritiker könnten einwenden, das Freudenberg mit seiner Umsatzrendite von etwa sechs Prozent nicht gerade zu den Spitzenperformern zählt und damit von Anlegern und Analysten vermutlich abgestraft würde, wäre das Unternehmen eine ganz normale Aktiengesellschaft.

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