Verkehr: Wer beim Carsharing die Trends vorgibt

Hannover Messe

Verkehr: Wer beim Carsharing die Trends vorgibt

von Benjamin Reuter

Immer mehr Menschen sind ohne Auto mobil – dank Car- oder Ridesharing. Welche Anbieter die Branche bewegen.

Ob Musikindustrie, Modebranche oder Verlagswelt, Elektronikhandel, Hollywood-Studios oder Reisebüros – viele Branchen haben das Internet und die mit ihm verbundene Digitalisierung des Geschäfts schon fundamental verändert.

Nun steht die nächste Industrie vor dem Radikalumbau: Getrieben von innovativen – meist internetgestützten – Mobilitätsdiensten wie Flinc, Tamyca oder Car2Go, begeistern sich ausgerechnet die lange so benzinverliebten Deutschen für den kollektiven Gebrauch ihrer Autos.

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Mobilität statt Automobil – ist das Motto für immer mehr vor allem jüngere Menschen. Binnen Jahresfrist schoss die Zahl registrierter Nutzer von Car- oder Ridesharing-Angeboten um mehr als ein Viertel in die Höhe: auf rund 260.000 Anfang 2012. Analog zur sogenannten Schwarm-Intelligenz sozialer Netze sprechen Verkehrsforscher schon vom „Fahren im Schwarm“.

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Bei den immer weiter steigenden Benzinpreisen eigentlich kein Wunder: Carsharing wird in Deutschland immer beliebter.

Carsharing ist "in"

Forciert wird der Trend von einer Vielzahl oft deutscher Startups. Das spiegelte sich auch Ende März beim Ecosummit in Berlin wider, dem wichtigsten Treffen von Gründern, Investoren und Vordenkern der grünen Technikszene. Immerhin rund ein Drittel der deutschen Gründer, die sich für den Ecosummit-Award beworben hatten, ermöglicht seinen Kunden, Autos mit anderen für eine bestimmte Zeit zu teilen.

Der Wandel vom Besitzen zum Teilen spart nicht nur den Nutzern Geld, weil Anschaffungskosten und Unterhalt entfallen. Er nützt auch der Umwelt, da pro Kopf weniger Fahrzeuge auf der Straße sind. Der Futurist Gerd Leonhard sprach in Berlin denn auch vom Wandel „von Ego zu Öko“.

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