Hauptversammlung: Gildemeister bringt satte Leistung

Hauptversammlung: Gildemeister bringt satte Leistung

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Einer der bestbezahlten Manager im deutschen Maschinenbau: Der Vorstandsvorsitzende der Gildemeister AG Rüdiger Kapitza.

von Lothar Schnitzler

Der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister präsentiert seinen Aktionären auf der Hauptversammlung am Freitag glänzende Zahlen. Nur das Energiegeschäft macht Sorgen.

Rüdiger Kapitza ist nicht für Bescheidenheit bekannt. Der Gildemeisterchef ist mit einem Jahressalär von 2,9 Millionen Euro einer der bestbezahlten Manager im deutschen Maschinenbau. Der Westfale liebt kräftige Worte und weiß sich stets ins rechte Licht zu stellen. Dennoch hält sich die Zahl der Kritiker in Grenzen. Denn Kapitza hat seine Versprechungen eingehalten. Wenn der Gildemeister-Vormann am Freitagmorgen vor seine Anteilseigner tritt, kann er mit einer sauberen Bilanz und mit einer Dividendenerhöhung aufwarten.

Alle Zahlen stimmen. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 23 Prozent auf 1,667 Milliarden, die Aufträge legte um 36 Prozent zu, der Jahrüberschuss stieg fast um das Zehnfache auf 41 Million Euro. Und erstmals ist der Konzern – dank einer Kapitalerhöhung – frei von Bankschulden.

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Gute Ausgangsposition

Auch für das laufende Jahr sehen die Aussichten glänzend aus. In den ersten drei Monaten legte der Umsatz um 20 Prozent auf 452 Millionen Euro zu, der Auftragseingang kletterte wie im Gesamtjahr 2010 um 36 Prozent auf 605 Millionen Euro. Für 2012 erwartet Kapitza erstmalig Aufträge von mehr als zwei Milliarden Euro. Der Umsatz wird voraussichtlich auf rund 1,9 Milliarden Euro steigen, der Gewinn auf 65 Millionen Euro.

Von der glänzenden Lage sollen auch die Anteilseigner profitieren. Nach einem Jahr ohne Dividende erhalten die Anleger 25 Cent pro Aktie. Im kommenden Jahr, so stellt Kapitza in Aussicht, dürfte es noch mehr werden.

Dabei sieht die Lage der Branche gemischt aus. Nach einem guten Jahr 2011 mit einem Nachfragwachstum von 45 Prozent tritt die Branche seit einigen Monaten deutlich langsamer. Im letzten Quartal 2011 ging die Nachfrage um vier Prozent zurück, in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um sieben Prozent.

Für Gildemeister macht sich nun die vor drei Jahren gestartete Zusammenarbeit mit dem japanischen Maschinenbauer Mori Seiki bemerkbar. Mori Seiki hält an Gildemeister rund 20 Prozent, Gildemeister an Mori Seiki fünf Prozent. Die beiden Unternehmen verschmelzen Entwicklung und Vertrieb zusammen und errichten auf Drittmärkten auch Produktions- und Serviceeinheiten.

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