
Etwa 900 Mittelständler mit einem Umsatz zwischen 20 Millionen und 300 Millionen Euro Jahresumsatz hat die MSG befragt. Die Partner Sebastian Theopold und Matthias Riemann haben mit ihrem Team untersucht, wieviel Geld die Unternehmen in Innovationen stecken und welche Ergebnisse das brachte.
Umsatzwachstum und Ertragskraft
Hat sich durch die Innovationsaktivitäten der Neukundenanteil erhöht? Konnten Prozessinnovationen die Effizienz verbessern? Theopold und Riemann haben ebenso recherchiert, inwieweit sich die Mittelständler über Innovation definieren und das auch entsprechend kommunizieren. Gleichzeitig analysierten sie das Umsatzwachstum und die Ertragskraft der Unternehmen.
Ergebnis: 30 Prozent der untersuchten Mittelständler stufen die Berater als „Problemfälle“ in puncto Innovation ein, 28 Prozent gelten ihnen als „Konservative“, 22 Prozent als „Forscher“ und nur 20 Prozent als Top-Innovatoren („Outperformer“) .
Quelle: ScreenshotWelche Mittelständler besonders innovativ sind
Sear GmbH
Die Sear GmbH stammt aus dem Maschinen- und Anlagebau. Die Nummer 20 des Ranking hat ihren Sitz in Rostock und wurde 1904 als Siemens-Schuckert-Werk Rostock gegründet. Nach der Wende wurde der Betrieb von der Siemens AG übernommen, 2003 ging er in den Besitz der Deutschen Seereederei über. Durch ein sogenanntes Management-Buyout 2006 fand ein erneuter Eigentümerwechsel statt, das Unernehmen firmiert seitdem unter dem Namen "Sear GmbH".
Quelle: ScreenshotTelegärtner Karl Gärtner GmbH
Das Technologieunternehmen ist ein Unternehmensverbund mit Sitz in Steinenbronn. Das 1945 gegründete Unternehmen beschäftigt mehr als 450 Mitarbeiter und ist spezialisiert auf Vor- und Endprodukte für die Tele- und Datenkommunikation.
Quelle: ScreenshotJöst GnbH & Co.KG
Die Jöst GmbH & Co. KG ist ein inhabergeführtes Unternehmen, das auf dem Gebiet der Schwingungstechnik tätig ist. Hauptsitz der Gruppe ist seit 1990 Dülmen-Buldern im westlichen Münsterland.
Quelle: ScreenshotMAJA-Maschinenfabrik Hermann Schill GmbH & Co. KG
Der Firma Maja hat bei der Herstellung von Eismaschinen für die Fleischindustrie und den Handel, das Thema der Hygiene aufgegriffen und verbessert, heißt es in einer Mitteilung von Munich Strategy. Durch Änderungen bei der Maschinenkonstruktion lassen sich alle wasserführenden Teile dadurch ausbauen und täglich oder bei Bedarf auch öfter reinigen. Sitz des Unternehmens ist Kehl-Goldscheuer an der französischen Grenze.
Quelle: ScreenshotIBAK Helmut Hunger
1945 wurde das Unternehmen aus der Technologiebranche als Ingenieurbüro gegründet. Heute ist es Hersteller und Vertreiber von Kanalisationssystemen mit rund 250 Mitarbeitern an den Standorten Kiel und den Zweigstellen in Krefeld, Georgsmarienhütte/Osnabrück und Illerrieden/Ulm. In diesem Jahr wurde zum 66. Geburtstag des Unternehmens eine neue Kundenhalle in Kiel-Wellingdorf eingeweiht
Quelle: ScreenshotGalileo Lebensmittel GmbH & Co. KG
Das Unternehmen wurde 1993 gegründet und stellt Tiefkühlkost her. Spezialisiert ist es auf Pizzen, Wraps und Crostinis - kurz gesagt auf Produkte der italienischen Küche.
Sitz der Gesellschaft ist Trierweiler.
Quelle: ScreenshotTECE GmbH
Auf Platz 14 des Rankings liegt die Gesellschaft TECE, die Haustechnik-Lösungen national und international fertigt und vertreibt. Die Wurzeln des Unternehmens reichen zurück bis ins Jahr 1955 und ist inhabergeführt. Sitz der TECE GmbH ist Emsdetten in Nordrhein-Westfalen.
Quelle: Screenshotkocher-plastik Maschinenbau GmbH
Das Unternehmen baut seit über 45 Jahren Verpackungsautomaten für die Verpackung flüssiger und pastöser Produkte.
Gegründet wurde das in Sulzbach Laufen ansässige Unternehmen 1964.
Quelle: ScreenshotHEWI Heinrich Wilke GmbH
Bereits vor Jahren hat HEWI den Bedarf an altersgerechten Bedienelementen für das Bad erkennt und diese Produkte in seinem Produktportfolio vollständig integriert, heißt es in einer Mitteilung von Munich Strategy.
Heute habe das Unternehmen erkannt, dass es nicht mehr nur um die Abdeckung des Primärbedarfs geht sondern darum, dass diese Elemente sich in das Design des gewohnten Ambientes einfügen.
Quelle: ScreenshotW.O.M. World of Medicine
Die Firma W.O.M. World Of Medicine gilt als einer der Wegbereiter der minimalinvasiven Medizin, heißt es in einer Mitteilung von Munich Strategy.
Die Innovationen in diesem Bereich zielen zum einen auf den hohen Kostendruck im Gesundheitswesen ab. Mit minimalinvasive Behandlungsmethoden können Untersuchungen und Behandlungen mit deutlich geringerem Aufwand durchgeführt werden, so dass die Kosten in der Regel deutlich unter den klassischen Behandlungsmethoden liegt.
Welche Mittelständler besonders innovativ sind
Sear GmbH
Die Sear GmbH stammt aus dem Maschinen- und Anlagebau. Die Nummer 20 des Ranking hat ihren Sitz in Rostock und wurde 1904 als Siemens-Schuckert-Werk Rostock gegründet. Nach der Wende wurde der Betrieb von der Siemens AG übernommen, 2003 ging er in den Besitz der Deutschen Seereederei über. Durch ein sogenanntes Management-Buyout 2006 fand ein erneuter Eigentümerwechsel statt, das Unernehmen firmiert seitdem unter dem Namen "Sear GmbH".
„Bei über 60 Prozent der im Detail analysierten Unternehmen ist das Verhältnis von Input zu Output der Innovationsaktivitäten noch nicht zufriedenstellend, zu häufig werden Ressourcen unnötig in Innovationsprojekten gebunden, die nicht den gewünschten Vermarktungserfolg mit Umsatzwachstum und Ertragskraft bringen“ ,lautet ihr Fazit. Für die WirtschaftsWoche hat MSG eine Rangliste der innovationsstärksten Mittelständlern zusammengestellt.
Freiräume bei der Arbeit
Von den „Outperformern“ können die Problemfälle einiges lernen: So haben die Top-Innovatoren ihre Mission und ihre Strategie klar definiert. Berater und Hochschulen sind wichtige externe Ideengeber. Die Mitarbeiter genießen Freiräume bei ihrer Arbeit. Das Management verfolgt, was aus den Innovationsideen wird. Es gibt Wettbewerbsanalysen und detaillierte Dokumentationen und Abschlussberichte für Innovationsprojekte.
Bei den „Problemfällen“ steht statt der Strategie eher die Taktik im Vordergrund. Die Innovationsstrategie beschränkt sich oft darauf, staatliche Fördermaßnahmen auszunutzen und die Lieferanten einzubinden. Das Management macht den Mitarbeitern enge Vorgaben.













