Karl Theodor zu Guttenberg: Ex-Verteidigungsminister tritt als Verwaltungsrat zurück

Karl Theodor zu Guttenberg: Ex-Verteidigungsminister tritt als Verwaltungsrat zurück

, aktualisiert 18. Mai 2017, 14:51 Uhr
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Der Ex-Verteidigungsminister hatte die Investmentfirma Spitzberg Partners gegründet.

von Melanie BergermannQuelle:Handelsblatt Online

Nach nur einem Jahr tritt Karl Theodor zu Guttenberg als Verwaltungsrat bei Mountain Partners zurück. Der Ex-Verteidigungsminister erklärte den Schritt mit möglichen Interessenskonflikten. Er hat wohl schon neue Pläne.

Ex-Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg tritt als Verwaltungsrat der Beteiligungsgesellschaft Mountain Partners zurück. Das erklärte er der WirtschaftsWoche. Er war damit nicht einmal ein Jahr im Amt.

Zu Guttenberg sagte, er habe seinen Rückzug bereits vor Ostern erklärt und begründete den Schritt mit den geplanten Aktivitäten seiner eigenen Investmentfirma Spitzberg Partners, die möglicherweise künftig bei Firmen einsteigt, „die eventuell in Konkurrenz zu Portfoliofirmen von Mountain Partners stehen könnten.“ Um mögliche Interessenkonflikte zu vermeiden, habe er sich zu dem Schritt entschieden.

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In Unternehmen der Mountain Partners Gruppe sind oder waren unter anderem Theo Müller (Müllermilch), die Verlegerin Yvonne Bauer, Hans Porsche und der ehemalige Metro-Chef Hans Joachim Körber investiert.

Die WirtschaftsWoche berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über Streitigkeiten zwischen Mountain Partners und einigen reichen Anlegern. Mountain Partners warb etwa für Kapitalerhöhungen in Präsentationen mit erwartbaren Renditen von mehr als 20 Prozent jährlich, die auf Erfahrungen der Vergangenheit beruhen sollen.

Auf Nachfrage der WirtschaftsWoche wollten Vertreter des Unternehmens nicht erklären, wie und wo eine Rendite in dieser Größenordnung entstanden sein soll. Einige Aktionäre zeigen sich unzufrieden und kritisieren, dass die Mountain Partners AG innerhalb von elf Jahren unter dem Strich noch keinen Gewinn gemacht hat, obwohl einige Beteiligungen, wie etwa an Secusmart und Lieferando, gewinnbringend verkauft wurden.

Zudem bemängeln einige Aktionäre, dass im Rahmen von Kapitalerhöhungen immer wieder ein Börsengang in Aussicht gestellt worden sei. Mountain Partners erklärte hierzu, ein Börsengang des Unternehmens sei eine Option. Die Realisierbarkeit hänge unter anderem von der Unternehmensgröße und den Marktbedingungen ab. Zu Guttenberg erklärte explizit, sein Rückzug aus dem Verwaltungsrat habe mit etwaigen Konflikten des Unternehmens mit Investoren nichts zu tun.

Mountain Partners ist nach eigenen Angaben an mehr als 100 Unternehmen beteiligt. Die Beteiligungsgesellschaft ist etwa Großaktionärin der börsennotierten Sandpiper AG. Deren Tochter Payment Solution hat gerade Insolvenz angemeldet. Payment Solution hat Prepaid-Karten herausgegeben, die unter anderem bei Fußballspielen von Eintracht Frankfurt, Kaiserslautern und Hertha BSC zum Einsatz kamen. Am 32. Spieltag der 1. Fußballbundesliga kam es beim Heimspiel von Eintracht Frankfurt zu Tumulten weil infolge der Insolvenz von Payment Solution die Guthaben auf den Karten ab der zweiten Halbzeit nicht mehr ausgezahlt wurden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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