Kuka: Glänzende Geschäfte mit Robotern

ThemaMaschinenbau

Kuka: Glänzende Geschäfte mit Robotern

Bild vergrößern

Der Maschinen- und Roboterbauer Kuka kann erneut mit Umsatzsteigerungen glänzen - Und ein Ende der Erfolgssträhne ist vorerst nicht in Sicht

von Lothar Schnitzler

Bei der heutigen Bilanzpressekonferenz konnte Konzernchef Till Reuter mit Rekordzahlen aufwarten. Ein Ende der Erfolgssträhne ist vorerst nicht abzusehen.

Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 21 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen wuchs um 51 Prozent auf 109,8 Millionen Euro an. Ein Ende der Erfolgssträhne ist vorerst nicht abzusehen, denn der Auftragseingang kletterte um 22 Prozent auf 1,89 Milliarden Euro.

Anzeige

Auch langfristig sieht Kuka-Chef Till Reuter goldenen Zeiten entgegen. Der Weltverband der Robotorenhersteller IFR erwartet bis 2015 eine Steigerung des weltweiten Absatzes um rund 30 Prozent. Kuka dürfte sich ein gutes Stück von diesem Kuchen sichern. In den vergangenen sieben Jahren zumindest konnten die Augsburger Maschinenbauer mit ihren weltweiten Marktanteil von zehn Prozent auf 14,4 Prozent hochschrauben. Vor allem vom expandierenden Automobilgeschäft in China dürfte Kuka profitieren. Seit dem vergangenem Herbst baut der Roboterhersteller ein Werk in Schanghai auf. Schon in diesem Jahr werden 350 Mitarbeiter dort Robotoren bauen, vermarkten und warten. In den vergangenen drei Jahren hat sich die Anzahl der Roboterinstallationen im Reich der Mitte um rund 80 Prozent auf 26.000 jährlich gesteigert. In drei Jahren, so die Hochrechnungen des IFR, werden 35.000 Roboter in China ausgeliefert. 2010 noch verkaufte Kuka in China für 88,9 Millionen Euro Arbeitsmaschinen. Im vergangenen Jahr betrug der Umsatz dort bereits 208 Millionen Euro.

Überwundene Krise

Vergessen ist der Einbruch im Gefolge der Finanzkrise. Damals, 2009 fiel der Umsatz um fast ein Drittel auf 902,1 Millionen Euro, das Unternehmen stand finanziell am Abgrund. Banken und Investoren mussten nachschießen. Vergessen sind auch die Querellen im Vorfeld der Finanzkrise als innerhalb von zwei Jahren viermal der Konzernchef wechselte und der amerikanische Investors Guy Wyser-Pratte mit Querschüssen für Unruhe im Traditionsunternehmen sorgte und trotz eines vergleichsweise kleinen Aktienpakets von damals nur rund sieben Prozent der Anteile einen Umbau des Konzerns erzwang.

weitere Artikel

Auch an die zeitweise katastrophale Personalpolitik des Familienunternehmens Grenzebach, das mit rund 24 Prozent heute Großaktionär ist, mag heute keiner mehr denken.Wyser-Pratte hat inzwischen seinen Anteil auf rund fünf Prozent vermindert und hält still.

Finanziell segelt der Konzern in ruhigen Gewässern. Der Kurswert der Aktie hat sich binnen eines Jahres mehr als Verdoppelt. Der Großaktionär Grenzebach lässt seinen Statthalter angesichts der Erfolge in Ruhe. Till Reuter, der im Jahr 2009 als Übergangslösung an die Spitze des seinerzeitigen Skandalunternehmens gesetzt wurde, wird heute zu Recht als als strahlender Retter gefeiert.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%