Laternenhersteller: Hess hat mehr als 100 Millionen Euro Schulden

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Laternenhersteller: Hess hat mehr als 100 Millionen Euro Schulden

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Das Gebäude der Hess AG in Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg). Das Unternehmen steht vor einem massiven Schuldenberg.

Der insolvente Leuchtenhersteller Hess steht tief in der Kreide: Ein Berg von knapp 105 Millionen Euro Schulden steht Vermögenswerten von lediglich 33 Millionen Euro gegenüber. Wegen falscher Bilanzierung müssen die Abschlüsse der vergangenen sechs Jahre korrigiert werden. Die Suche nach Investoren wird dadurch nicht einfacher.

Der zahlungsunfähige Leuchtenhersteller Hess hat knapp 105 Millionen Euro Schulden. Diese Summe errechnete Insolvenzverwalter Volker Grub für die Gläubigerversammlung, die am Mittwoch bis in den Abend in Villingen-Schwennigen tagte. Den Verbindlichkeiten, die auch Schadenersatzansprüche von Aktionären enthielten, stünden lediglich Vermögenswerte von knapp 33 Millionen Euro gegenüber. Wegen falscher Bilanzierung müssten die Abschlüsse vom Jahr 2007 an korrigiert werden, zum Teil um zweistellige Millionenbeträge. Die Gläubigerversammlung habe Grub als Insolvenzverwalter mit deutlicher Mehrheit bestätigt, teilte das Unternehmen mit.

Grub sucht fieberhaft nach Investoren für das im Februar in die Zahlungsunfähigkeit gerutschte Unternehmen mit zuletzt gut 300 Mitarbeitern. Wegen der Bilanzmanipulationen ziehe sich der Investorenprozess länger hin, ließ Grub mitteilen. Vier Interessenten hätten konkrete Übernahmeangebote vorgelegt.

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Zahlungsunfähiger Leuchtenhersteller Hess will weg von der Börse

Der zahlungsunfähige Leuchtenhersteller Hess hat die Börsenzulassung für seine Aktien widerrufen. Ein Handel mit Hess-Aktien habe keine Zukunft, die Papiere sollten daher vom Markt genommen werden

Der zahlungsunfähige Leuchtenhersteller Hess hat die Börsenzulassung für seine Aktien widerrufen. Ein Handel mit Hess-Aktien habe keine Zukunft, die Papiere sollten daher vom Markt genommen werden. Quelle: dpa

Das im Schwarzwald ansässige Unternehmen war im Herbst vergangenen Jahres an die Börse gegangen. Ende Januar hatte der Aufsichtsrat das Management vor die Tür gesetzt, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die beiden ehemaligen Vorstände sowie weitere Manager wegen des Verdachts der Bilanzfälschung und Verstößen gegen Insolvenz-Vorschriften. Der abberufene Vorstandschef Christoph Hess hat den Verdacht der Bilanzfälschung als nicht nachvollziehbar zurückgewiesen.

Die Familie des Firmengründers Willi Hess hatte bei dem Börsengang Kasse gemacht, der Finanzinvestor Holland Private Equity hatte als zweiter Großaktionär seinen Anteil beim Gang auf das Parkett reduziert. Die beim Börsengang federführende Bank LBBW erstattete Strafanzeige und fühlt sich betrogen. Der bislang letzten von Wirtschaftsprüfern testierten Bilanz zufolge setzte Hess im Geschäftsjahr 2011 rund 68 Millionen Euro um.

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