Maschinenbau: Koenig & Bauer mit geringerem Verlust

Maschinenbau: Koenig & Bauer mit geringerem Verlust

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Der Druckmaschinenhersteller KBA hat am Dienstag die Zahlen für das zweite Quartal vorgestellt.

von Thomas Glöckner

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer überrascht mit freundlicheren Halbjahreszahlen, macht aber dennoch Verlust. Personalabbau und Produktionsverlagerungen gehen weiter.

Claus Bolza-Schünemann ist zufrieden. „Wir sind einen großen Schritt vorangekommen“, kommentiert der Vorstandschef des Würzburger Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) die am Dienstag vorgelegten Halbjahreszahlen. Das Unternehmen hat seinen Konzernverlust im Jahresvergleich von 10,6 auf 3,4 Millionen Euro verringern können. Der Umsatz legte um 3,1 Prozent auf rund 518 Millionen Euro zu. Das Betriebsergebnis lag nach einem Vorjahresminus von 4,9 Millionen Euro mit 3,8 Millionen Euro deutlich im Plus.

Nach wie vor setzt dem Druckmaschinenbauer die veränderte Nutzung der Medien zu. Da weniger Zeitungen, Zeitschriften, Kataloge und Werbeflyer gedruckt werden, schwächelt die Nachfrage nach Maschinen. „Die einstigen KBA-Kernmärkte sind deutlich kleiner geworden, und wir müssen unsere Kapazitäten entsprechend anpassen“, betont Bolza-Schünemann. Bis 2015 will das Unternehmen 1100 bis 1500 Jobs abbauen. Aktuelle Risiken sieht der Vorstandschef angesichts der Exportquote von mehr als 83 Prozent in den „noch nicht absehbaren Auswirkungen der Ukraine-Krise, der Russland-Sanktionen und anderer Konflikte auf die Weltkonjunktur“.

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Um aus den roten Zahlen zu kommen, hatte KBA bereits früher angekündigt, die Produktion zu straffen. So werde die Gussfertigung komplett nach Würzburg verlagert. Alle Zylinder entstehen künftig im sächsischen Radebeul.

Digitalisierung pulverisiert das Druckgeschäft

In den rund 10.000 Betrieben des deutschen Druckgewerbes sind zwar noch immer rund 150.000 Menschen beschäftigt. Von 2005 bis 2011 ist die Zahl der Betriebe aber „im Durchschnittlich jährlich um knapp drei Prozent gesunken“, bilanziert eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung AlixPartners.

Von dem Einbruch im Krisenjahr 2009, als der Umsatz der Druckindustrie um zehn Prozent abstürzte, hat sich die Branche bis heute nicht erholt. Ein prominentes Opfer war die manroland AG, die 2011 in die Insolvenz ging. 2012 landete das Bogengeschäft unter dem Namen Manroland Sheetfed bei der britischen Langley Holdings und das Geschäft mit dem Rollenoffsetdruck als manronland web systems bei der Lübecker Possehl-Gruppe.

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