Maschinenbau: Solardivision zieht Manz in die Verlustzone

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Maschinenbau: Solardivision zieht Manz in die Verlustzone

von Mario Brück

Der Reutlinger Maschinenbauer versprüht zwar Optimismus für alle drei Unternehmensbereiche: Doch wachstumsstark scheint nur die Bildschirm-Sparte.

Der Manz-Konzern aus Reutlingen hofft auf einen besseren Geschäftsverlauf im Jahr 2013. Man sehe „deutliche Chancen die Umsatz- und Ertragskraft des Unternehmens steigern zu können“, teilte das Unternehmen mit. Konzernfinanzchef Martin Hipp rechnet sogar „mit einem Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich bei einem positiven Ebit“ für das laufende Geschäftsjahr.

Die Reutlinger Manz AG baut Hightech-Maschinen- und Anlagen in den drei strategischen Geschäftsbereichen Display (Bildschirme), Solar und Batterien.

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Das vergangene Geschäftsjahr schließt Manz dagegen mit deutlich schlechteren Zahlen als 2011 ab. Der Umsatz schrumpft von 240 Millionen Euro auf 184 Millionen Euro, operativ brach das Ergebnis um fast 35 Millionen Euro auf einen Verlust vor Zinsen und Steuern von 33,5 Millionen Euro ein. „Aufgrund der anhaltend schwierigen Situation in der Solarbranche verbuchte der Geschäftsbereich Solar starke Umsatzeinbußen, die jedoch teilweise durch die positive Entwicklung der anderen Geschäftsbereiche ausgeglichen wurden“, so das Fazit von Unternehmenschef Dieter Manz.

Im Solarmarkt gebe es jedoch erste Anzeichen einer Belebung, heißt es von Seiten der Reutlinger. Experten wie Wolfgang Hummel vom Zentrum für Solarmarktforschung in Berlin teilen die Zuversicht nicht: „Angesichts der weiter bestehenden Überkapazitäten auf dem Solarzellen- und Modulmarkt von mindestens 15 Gigawatt investiert gegenwärtig niemand, auch nicht in Asien, in neue Fertigungsanlagen. Die Nachfrage wird frühestens im 4. Quartal 2013 anziehen. Selbst dann werden die Kunden in den wenigsten Fällen komplette Fertigungsanlagen ordern. Im Mittelpunkt stehen dann vielmehr Optimierungslösungen.“

Displays und Batterien verhindern Schlimmeres

Ein noch größeres Debakel verhinderten die Display- und Batterie-Sparte. „In den Geschäftsbereichen Display und Battery haben wir aufgrund der weiter steigenden Nachfrage auf dem Endkundenmarkt und einer entsprechend hohen Investitionsbereitschaft der Industrie in neue Produktionsanlagen unseren dynamischen Wachstumstrend fortgesetzt“, sagt Dieter Manz, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Manz AG. Demnach hätten beide Sparten im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag Rekordwerte erzielt.

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