Mittelstand: Kreditmediator macht sich überflüssig

Mittelstand: Kreditmediator macht sich überflüssig

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Die Aussichten im Mittelstand sehen gut aus

Die Geschäftserwartungen für den deutschen Mittelstand sehen gut aus – zumindest für die kommenden sechs Monate. Eine wichtige Funktion ist daher nicht mehr von Nöten.

Das Barometer deutet darauf hin, dass die kleinen und mittleren Unternehmen eine wichtige Stütze für die Konjunktur 2012 sein werden. Sie profitieren dabei überproportional von einigen günstigen Rahmenbedingungen. Hierzu zählen die weiterhin positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt, die im internationalen Vergleich geringe Verschuldung der deutschen Privathaushalte und niedrige Kreditzinsen.

Einer der in solchen Zeiten nicht mehr gebraucht wird ist Hans-Joachim Metternich, ehemaliger Kreditmediator des Bundes. Metternich war im Frühjahr 2010 vom damaligen Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle in dieses von vornherein befristete Amt berufen worden, um als Vermittler zwischen den Banken und den kreditsuchenden Mittelstandsunternehmen zu fungieren.

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Fünf Millionen Euro standen dafür als Budget zur Verfügung. Metternich sollte sich aber nur solcher Fälle annehmen, die nicht älter als drei Monate waren und wenn der verweigerte Kredit ein Volumen von mindestens 25 000 Euro hatte und der Jahresumsatz der Firma 500 Millionen Euro nicht überschreitet.

Die Bilanz: 1290 Unternehmen haben in den Jahren 2010 und 2011 die Hilfe des Kreditmediators in Anspruch genommen. Sie waren auf Schwierigkeiten oder Absagen bei der Beantragung von Krediten gestoßen. Von 307 bereits abgelehnten Kreditanträgen konnte der Kreditmediator 96 ins Positive umkehren.

Mittelstand

  • Aussichten für 2012

    Deutschlands mittelständische Unternehmen sind einer Studie zufolge mit ihrer Geschäftslage so zufrieden wie seit vielen Jahren nicht mehr. Auch bei Investitionen oder Plänen für neue Arbeitsplätze strotzen die Firmen nur so vor Kraft, wie aus dem aktuellen Mittelstandsbarometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht.

  • Aussichten für 2012 im Detail

    Bei der Bewertung der aktuellen Geschäftslage zeigt die seit 2004 erstellte repräsentative Analyse von Ernst & Young noch nie eine derart gute Stimmung: Gut die Hälfte (54 Prozent) der 3000 befragten Firmen zwischen 30 und 2000 Mitarbeitern sieht sich in einer guten Situation, weitere 40 Prozent sprechen von „eher gut“. Nur bei fünf Prozent schaut es „eher schlecht“ aus, „schlecht“ geht es nur einem Prozent. Auf diesem hohen Niveau rechnen lediglich sechs Prozent mit nachlassenden Geschäften.
    Und nur acht Prozent hatten Ende 2011 weniger in den Auftragsbüchern.

  • KMU

    Betrachtet man den deutschen Mittelstand ist immer wieder die Rede von KMU-Unternehmen. Damit sind kleine und mittlere Unternehmen gemeint, für die bestimmte Definitionen gelten. Beispielsweise gibt es ein bestimmte Maximalanzahl von Mitarbeitern, festgesetzte Höchstbilanzsummen oder -umsatzzahlen. Werden diese Kennzahlen überstiegen, wird von Großunternehmen gesprochen.

  • Erwartungen

    Die Geschäftserwartungen für Januar stiegen laut der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gegenüber Dezember um 4,9 Prozent. Für das Jahr 2012 rechnet die KfW mit einem kalenderbereinigten BIP-Zuwachs von einem Prozent.

  • Beschäftigungserwartung

    Bei der Beschäftigungserwartung bei den KMU sieht es ebenfalls positiv aus. So stieg der das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer in diesem Bereich von 12,6 auf 15,3 Prozentpunkte im Gegensatz zum Vormonat.

  • Geschäftsklima

    Im Bereich des Verarbeitenden Gewerbes stieg das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer von 12,2 auf 14,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Bauhauptgewerbe kletterte der Prozentsatz von 21,2 auf 23,3 Punkte, im Einzelhandel liegt er aktuell bei 20,1 im Vergleich zu 22,1 im Vormonat. Im Großhandel gab es die höchste Steigerung, dort kletterte das Barometer von 19,8 im Dezember auf 23,5 im Januar 2012.

Als relativ nüchtern beschreibt Stefan Jansen vom Verband Deutscher Bürgschaftsbanken diese Zahlen auf Nachfrage. Eine alleinige Betrachtung der Fallzahlen – und somit auch des Kreditvolumens, das durch die Vermittlung des Mediators zustande gekommen sei, sei nicht sinnvoll.

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