Mittelstand: Lage gut, Zukunft trüb

Mittelstand: Lage gut, Zukunft trüb

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Produktion beim Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister. Das Unternehmen belegt gemessen am Umsatz derzeit Platz Zwei der größten Werkzeugmaschinenbauer in Deutschland.

von Lothar Schnitzler

Dem deutschen Mittelstand geht es so gut wie selten zuvor. Seit zwei Jahren steigt die Stimmung bei den Mittelständlern ununterbrochen. Aktuell bewerten zwei Drittel der Unternehmen ihre eigene Geschäftslage als „gut“ oder „sehr gut“.

Dies ist das Ergebnis des BDI-Mittelstandspanel, die der „Bundesverband der Deutschen Industrie“ heute in Berlin vorgestellt hat.  Das Institut für Mittelstandsforschung Bonn untersucht seit dem Frühjahr 2005 Stimmung und Erwartungen im deutschen Mittelstand.

Die Unternehmen – rund 99 Prozent der Firmen in Deutschland sind kleine und mittlere Betriebe – haben sich in den vergangenen zwei Jahren trotz der drohenden Währungs- und Finanzkrise hervorragend entwickelt. Nur jedes neunte Unternehmen schätzt seine eigene Lage als negativ ein.

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Maschinenbau drosselt das Tempo

Nach der Aufholjagd der vergangenen zwei Jahre ist die positive Einschätzung der Mittelständler wenig erstaunlich. So ist die Produktion des deutschen Maschinenbaus, der traditionell von mittelgroßen Unternehmen geprägt ist, im vergangenen Jahr um neun Prozent gewachsen und legt in diesem Jahr um rund 14 Prozent zu. Doch im kommenden Jahr rechnet der Maschinenbauverband nur noch mit vier Prozent Wachstum – in normalen Jahren eine stolze Zahl, doch jetzt ein klares Signal, dass die Bäume nicht mehr in den Himmel wachsen.

Entsprechend trüben sich auch die Erwartungen im gesamten Mittelstand ein. Auf Jahressicht gehen nur noch 27 Prozent der Befragten von einer positiven Entwicklung aus. Vor allem im Export sehen die Unternehmen dunkle Wolken am Horizont. Jedes sechste Unternehmen beurteilt seine Wirtschaftslage auf Jahressicht als schlecht.

Erstaunlich: Weniger die Schuldenkrise raubt den Unternehmern den Schlaf, vielmehr sorgen sich die Firmenchefs um die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise, die sie für die nächsten zwei Jahre als Risikofaktor betrachten (73,3 Prozent versus 51,6 Prozent Staatsverschuldung). Wirklich Sorgen um die Konjunktur macht sich die Industrie nicht.

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