Pizza & Pasta: Vapiano soll die Welt erobern

Pizza & Pasta: Vapiano soll die Welt erobern

, aktualisiert 26. November 2011, 13:42 Uhr
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Die Gerichte bei Vapiano werden vor den Augen des Gäste zubereitet.

Quelle:Handelsblatt Online

Mit Pizza und Pasta will Gregor Gerlach die Welt erobern. Gerade hat der Vapiano-Gründer die 100. Filiale der Restaurant-Kette eröffnet. Viele weitere sollen im nächsten Jahr folgen. Nur um Italien macht er einen Bogen.

WienDiese Woche ist Gregor Gerlach in Wien, in der nächsten Woche in Marseille. Der Unternehmer ist auf Einweihungstour: Beinahe wöchentlich eröffnet der Hamburger ein neues Restaurant seiner Kette Vapiano. Die österreichische Hauptstadt war ein besonderes Ereignis: Es war Filiale Nummer 100.

Und der 42-Jährige ist noch nicht am Ende. Etwa 30 neue Restaurants sollen im nächsten Jahr entstehen, überall auf der Welt. „Wir machen aus einem deutschen Unternehmen ein globales“, sagt Gerlach. Im vergangenen Jahr hat die Kette beim Umsatz erstmals die 100-Millionen-Euro-Grenze geknackt, knapp 3 000 Beschäftigte arbeiten heute für Vapiano.

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Angefangen hat alles in Hamburg. Gerlach und drei Freunde, allesamt damals McDonald’s-Manager, hatten 2002 die Idee für dieses etwas andere italienische Restaurant: Vapiano hat zwar auch etwas von McDonald’s. So müssen sich die Gäste auch an den Kassen anstellen und dort ihre Speisen in Empfang nehmen. Das war dann aber schon die Parallele zur Hamburger-Kette.

Bei Vapiano wird das Essen vor den Augen der Gäste frisch zubereitet. Auch viele Zutaten wie die Nudeln werden jeden Tag neu hergestellt. Großen Wert legt Gerlach auch auf das Interieur: Alle Vapiano-Restaurants sind vom Mailänder Designer Matteo Thun gestaltet.

„Wir haben eine eigene neue Kategorie geschaffen“, glaubt Gründer Gerlach, der selbst gut 30 Prozent der Unternehmensanteile hält. Vapiano sei Restaurant und Bar zugleich – sowie Supermarkt. So würden besonders Singles in den Großstädten auf den Einkauf verzichten und lieber zu Vapiano zum Essen gehen.

Gerlach, studierter Betriebswirt und früherer McKinsey-Berater, ist optimistisch für seine Expansionsstrategie. Schließlich würden überall auf der Welt Nudeln und Pizza gern gegessen. Außerdem helfen prominente Mitgesellschafter: Die Hamburger Tchibo-Erben Daniela und Günter Herz halten gut 40 Prozent. Die übrigen Anteile liegen bei der Darmstädter Unternehmerfamilie Sander, die hinter dem Kosmetikhersteller Wella steht.

Doch noch ist Deutschland mit 50 Restaurants der wichtigste Markt für Vapiano. Gerlach sieht künftig aber auch Chancen in den USA, Großbritannien und Skandinavien. Italien allerdings steht nicht auf der Liste der 26 Vapiano-Länder. Und das hat laut Restaurant-Designer und Gerlach-Freund Matteo Thun auch einen guten Grund: „Vapiano wird es niemals in Italien geben. Das kann die Mama einfach besser.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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