Problemberatung: Wobei Mittelständler Hilfe brauchen

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Problemberatung: Wobei Mittelständler Hilfe brauchen

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Kritisch betrachtet und doch meist positiv beurteilt werden Unternehmensberatungen von Mittelständlern.

von Hans-Jürgen Klesse

Mittelständler gelten zwar als besonders kritisch gegenüber Beratungsunternehmen, dennoch wird deren Arbeit von den meisten positiv beurteilt. Das ist das Ergebnis einer Trendstudie der Züricher Metaberatung Cardea.

Die Cardea-Studie zeigt, dass auch mittelständische Unternehmen regelmäßig die Hilfe von Beratern in Anspruch nehmen: Gut ein Viertel der befragten Führungskräfte hat in den vergangenen drei Jahren mindestens zweimal ein Beratungsunternehmen beauftragt, ein Fünftel sogar sechs oder mehr. Insgesamt nahmen 500 Top-Manager mittelständischer Unternehmen aus Deutschland und der Schweiz an der Online-Befragung teil.

Im Gegensatz zu Konzernen bevorzugen Mittelständler aber Einzelberater für ihre Projekte: Nur 40 Prozent haben auch schon mit internationalen Beratungsunternehmen zusammengearbeitet, 30 Prozent haben kleine, spezialisierte Boutique-Beratungen beauftragt. Fast 60 Prozent der mittelständischen Führungskräfte setzen auf Einzelkämpfer, wenn sie selbst mit ihrem Latein am Ende sind.

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Auch bei den Gründen, warum Beraterhilfe gesucht wird, unterscheiden sich große und mittelständische Unternehmen: Anders als die Konzerne, brauchen Mittelständler vor allem Hilfe bei der Identifikation von Risiken in ihren Geschäftsmodellen: „Viele wissen nicht genau, wo sie stehen und können schlecht einschätzen, auf welchen Gebieten sie Beratungsbedarf haben“, sagt Eva Manger-Wiemann, Managing Partner und Mitglied der Geschäftsleitung von Cardea.

Die Berater sollten darum in erster Linie Sparringspartner und Coach für die Führungskräfte sein. Externe Hilfe nehmen sie darum vor allem in Anspruch, weil die eigene analytische Kompetenz nicht ausreicht, um Schwachstellen im Unternehmen zu finden und dafür Problemlösungen zu entwickeln.

Präferenzen dürften sich wenig ändern

„Hilfestellung bei der strategischen und organisatorischen Neuaufstellung sowie Prozessverbesserungen und Effizienzsteigerungsprogramme stehen deshalb im Mittelpunkt der Beratungsprojekte“, sagt Manger-Wiemann. Jeweils knapp 40 Prozent der Befragten nannten Prozessverbesserungen und Strategieanpassungen als Hauptthemen bei Beratungsaufträgen.

Organisatorische Fragen waren bei 28 Prozent vorrangig, um Kostensenkungs- und Effizienzprogramme sowie Change-Prozesse ging es bei knapp einem Viertel der Projekte. Risikomanagement, Compliance-Fragen und Outsourcing spielen bei Mittelständlern offenbar nur eine untergeordnete Rolle. Auch bei künftigen Beratungsprojekten dürften sich die Präferenzen der Befragten wenig ändern.

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