Pumpenhersteller: Putzmeister auf dem China-Trip

Pumpenhersteller: Putzmeister auf dem China-Trip

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Putzmeister-Gerät auf einer Baustelle

von Mark Fehr

Der Putzmeister-Chef will Chinesisch lernen - nicht als Privatvergnügen, sondern aufgrund der geplanten Übernahme des Pumpenhersteller durch den chinesischen Baumaschinenkonzern Sany.

Die Betonpumpen aus Aichtal bei Stuttgart sind weltberühmt. Sie halfen beim Bau des Sarkophags über dem 1986 zerstörten Kernkraftwerk Tschernobyl und beim Abkühlen der havarierten Kernenergieanlage in Fukushima. Jetzt steht Norbert Scheuch, Chef des Pumpenherstellers Putzmeister, vor einer neuen Herausforderung: Für seinen neuen Job braucht der 52-Jährige eine sprachliche Zusatzqualifikation. „Ich will jetzt unbedingt Chinesisch lernen“, sagt Scheuch.

Denn der chinesische Baumaschinenkonzern Sany übernimmt den Spezialhersteller von Betonpumpen und zahlt laut Finanzkreisen einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Zuletzt setzte Putzmeister rund 570 Millionen Euro um.

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Scheuch bleibt zwar Chef des schwäbischen Traditionsunternehmens, rückt aber auch in den Sany-Vorstand auf und bekommt ein Büro in der Konzernzentrale in der zentralchinesischen Provinzhauptstadt Changsha. Von dort soll der deutsche Manager das internationale Betongeschäft von Sany verantworten. Derweil bangen die 3000 Mitarbeiter von Putzmeister um ihre Arbeitsplätze, auch weil die neue Mutter jüngst bei Köln eine Fabrik für Baumaschinen errichtet hat.

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Laut Scheuch ist aber keiner der beiden Standorte gefährdet. Putzmeister soll sich in eigener Regie um das Betongeschäft außerhalb Chinas kümmern, während Sany den boomenden chinesischen Markt bedient und international das Geschäft mit Baggern oder Kränen betreibt.

In der vergangenen Woche buhlte Kanzlerin Angela Merkel beim Staatsbesuch in Peking um chinesische Investorengelder für deutsche Unternehmen. Doch der 79-jährige Putzmeister-Gründer Karl Schlecht und Sany-Boss Liang Wengen wurden sich auch ohne Schützenhilfe aus der Politik handelseinig – in kürzester Zeit. Die Gespräche starteten kurz vor Weihnachten, schon Mitte Januar war die von der Investmentbank Morgan Stanley betreute Transaktion in trockenen Tüchern.

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