Sennheiser: Das beste Geschäftsjahr der Geschichte

Sennheiser: Das beste Geschäftsjahr der Geschichte

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Die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter des Audio- und Mikrofonherstellers Sennheiser, Andreas Sennheiser (l) und Daniel Sennheiser (r).

von Anke Henrich

Die Enkel des Sennheiser-Gründers beweisen, dass Nachfolger aus der Familie höchst erfolgreich sein können. Aber die Pensionslasten sind zu hoch.

2013, als der Designer Daniel Sennheiser (43) und sein Bruder Andreas (41), ein promovierter Elektroingenieur, den Audiospezialisten  vom Vater Jörg übernahmen, zweifelten manche Mitarbeiter an der familiären Doppelspitze.
Doch die Brüder haben es allen gezeigt: Sie präsentierten jetzt erneut eine Rekordbilanz und belegten, dass sie auch weltweit gut aufgestellt sind. Gut 85 Prozent seines Umsatzes macht Sennheiser im Ausland.  

Die Sennheiser-Gruppe schaffte mit Mikrofonen, Kopfhören und drahtloser Übertragungstechnik 2015 rund 682,2 Millionen Euro Umsatz – das sind knapp acht Prozent mehr als im Vorjahr. Daraus zog das Unternehmen mit dem Stammhaus im ländlichen Wedemark bei Hannover 30,3 Millionen Euro Ergebnis vor Steuern. Der fiel im Vorjahr noch größer aus, doch der Mittelständler kämpft mit demselben Problem wie viele andere deutsche Unternehmer. Vor allem hohe Pensionsrückstellungen kosteten Sennheiser 2015 den Gewinn. Sie seien wegen der Niedrigzinsphase um elf Millionen Euro auf 91 Millionen Euro gewachsen.

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Den Umsatzsprung haben die Akustik-Tüftler auch ihrem Gespür für neue Märkte zu verdanken. So investiert das Familienunternehmen Sennheiser GmbH & Co.KG derzeit in so genannte 3D-Audiosysteme für den perfekten Klang in virtuellen Welten.

Dabei reagieren Kopfhörer beispielsweise auf die Bewegungen des Kopfes vor einem Bildschirm und gewährleisten so, dass die Ursprungsrichtungen der Töne trotz Kopfdrehung konstant bleiben.

Andreas Sennheiser hält das Unternehmenskonstrukt für den Schlüssel zum Erfolg: „Genau das macht uns als Familienunternehmen stark: Wir müssen uns nicht auf das Erreichen kurzfristiger finanzieller Ziele konzentrieren.“ Stattdessen investiere das Familienunternehmen mehr Geld in Innovationen. Knapp sieben Prozent des Umsatzes stecken die Gebrüder Sennheiser in Forschung und Entwicklung.

Das Umsatzwachstum ist breit gestreut: Sennheiser entert neue Märkte zum Beispiel Korea und Lateinamerika und baut zugleich vor allem das Geschäft in Nord-, Mittel- und Südamerika aus: Der Umsatz von knapp 180 Millionen Euro dort entspricht einem Anstieg um 17,5 Prozent zum Vorjahr.

Auch die Kunden in Asien und Australien orderten elf Prozent mehr als im Vorjahr: nämlich Tontechnik für 147 Millionen Euro.

Am wichtigsten für die Wedemarker und ihre 2750 Mitarbeiter bleibt aber nach wie die EMEA-Region, das sind Europa, der  Nahe Osten und Afrika,  mit einem Gesamtumsatz von rund 355 Millionen Euro. Doch von den Wachstumsraten in Asien oder Amerika ist Sennheiser hier noch weit entfernt: plus  1,7 Prozent. EMEA-Ausreißer nach oben war nur der Heimatmarkt Deutschland.

Gut gelaufen ist das Jahr 2015 auch aus Sicht der beiden Geschäftsbereiche: Consumer Electronics legte 4,1 Prozent beim Umsatz zu, Professional Systems schaffte 10,9 Prozent.

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