Serie Männergeschenke: Wie Sie zu Weihnachten einen guten Schnitt machen

Serie Männergeschenke: Wie Sie zu Weihnachten einen guten Schnitt machen

, aktualisiert 15. Dezember 2011, 10:29 Uhr
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Alleskönner: Das Kochmesser der Classic-Serie.

von Alexander MötheQuelle:Handelsblatt Online

Was legt man einem Mann auf den weihnachtlichen Gabentisch? Ein hochwertiges Messer, zum Beispiel. Das klingt naturgemäß hart und kalt, kann aber bei ambitionierten Hobbyköchen Begeisterungsstürme auslösen.

DüsseldorfMänner gehören an den Herd! Was wie eine feministische Radikalforderung wirkt, ist in Deutschland Küchen schon längst Realität. Nachdem jahrzehntelang männliche Chefköche das Bild des Zubereitungskünstlers prägten, ist die Kochlust endgültig zum integrativen Bestandteil des modernen Mannes geworden. Das belegen neben persönlichen Erfahrungen besonders die noch immer wie Pilze aus dem Boden schießenden Koch-Shows und der Erfolg des Lifestyle-Magazins „Beef“. Letzteres schmückt sich gern mit rohem Fleisch – und in der Tat steht das rosa gebratene Rindersteak im Zentrum manch männlicher Begierde.

Doch wer hochwertig arbeiten möchte, braucht dafür hochwertiges Werkzeug. Gerade, wenn es um die Zubereitung von Fleisch geht, ist ein gutes Messer einfach unerlässlich. Und hier kommt Weihnachten ins Spiel. Wessen Liebster sich nämlich gern in der heimischen Küche austobt, weiß ein scharfes Geschenk unter dem Baum sehr zu schätzen. Gute Messer finden sich nicht an jeder Ecke, aber mitunter vor der eigenen Haustür, sprich: Es muss nicht der Santoku-Import aus Japan sein – Deutschland hat schließlich eine Klingenstadt.

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In Solingen werden seit Jahrhunderten hochwertige Klingen geschmiedet, geschliffen und erfolgreich in alle Welt verkauft. Besonders dem richtigen Schliff haben sich die Bergischen verschrieben. Früher fanden sich entlang des Flusses Wupper zahlreichen Schleiferwerkstätten, die sogenannten „Schlieperkotten“. Und der Schliff ist letztlich das, was über die Schärfe eines Messers entscheidet.

Beim Solinger Traditionsunternehmen Wüsthof wird das bis heute in Handarbeit erledigt – zumindest  in Teilen. Urkundlich wurde der Familienbetrieb erstmals im Jahr 1814 erwähnt, das Firmenlogo, ein Dreizack, mittlerweile weiß auf rotem Grund, wurde schon 1895 beim kaiserlichen Patentamt urheberrechtlich geschützt. Seit 1938 ziert die Schneidwaren aus dem Hause Wüsthof auch das Markenzeichen „Made in Solingen“, seither synonym für hochwertige Klingen aus der Stadt im Bergischen Land.

Harald Wüsthof führt den Betrieb mittlerweile in der siebten Generation. Rund 350 Mitarbeiter arbeiten an zwei Standorten in Solingen, die Fertigung umfasst den kompletten Produktionsweg, vom Schmieden über das Schleifen bis hin zur Endmontage. Die Schärfe bekommen die Messer mittlerweile mittels ausgeklügelter Lasersysteme, aber selbst heute wird an die Klingen noch von Fachkräften selbst Hand angelegt. Das passiert zwar heute nicht mehr am brachialen Schleifstein, aber diese Handarbeit ist, was die scharfen Küchenhelfer  besonders macht. 350 verschiedene Messertypen werden von den Solingern gefertigt, dazu weitere Produkte, vom Messerblock bis zur Nagelschere.


Nicht auf Plagiate hereinfallen

Die hochwertige Produktion führte das Unternehmen vor gut zwei Jahrzehnten ins Hochpreissegment. Klasse statt Masse – eine Nische, in der sich Chef Harald Wüsthof pudelwohl fühlt. Mit dazu gehört ein gesunder Schuss Exklusivität, der in diesem Fall dadurch forciert wird, dass die Produkte mit dem Dreizack nur bei ausgewählten Partnern erhältlich sind. Wüsthof selbst erklärte dazu einmal in einem Interview mit der Branchenzeitung „Markenartikel“, dass dem Käufer ja überhaupt erst einmal erklärt werden müsse, warum es ein Messer für 100 Euro sein sollte und nicht unbedingt eins für zehn.

Die Antwort auf diese Frage kennt jeder, der weiß, wie perfekt hochwertige Kochmesser in der Hand liegen und durch Fleisch, Fisch oder Gemüse gleiten. Die Balance in der Hand, Robustheit, Schärfe – allein schon beim Tomatenschneiden ist das Qualitätsprodukt ein Segen. Das hat zwar seinen Preis, bei Wüsthof ist aber in der Regel ein kostenloser Nachschärfservice enthalten. Wer sich selbst einen Gefallen tun und lange Freude an seinem Messer haben will, sollte es übrigens vermeiden, das gute Stück in den Geschirrspüler zu räumen. Herstellerempfehlung, nicht nur bei Wüsthof, ist die Reinigung mit warmen Wasser und einem Spültuch. Qualitätsmerkmal ist übrigens auch, dass sich die Messer mit einem Wetzstahl zuhause einfach wieder schärfen lassen.

Für den Kauf in einem Fachgeschäft spricht auch die Frage, welches Messer zu welchem Zweck passt. Gerade das will bedacht sein, wenn Er sich auch wirklich über sein Weihnachtsgeschenk freuen soll. Größe, Krümmung, glatte Klinge oder nicht – und ob es ein geschmiedetes Messer sein soll oder die preisgünstigere gestanzte Variante reicht. Wer sich nicht direkt den Griff zum kompletten Messerblock leisten möchte, liegt mit einem Allzweckmesser nicht falsch. Bei Wüsthof gibt es die Kochmesser der geschmiedeten Serien schon ab circa 60 Euro. Aber auch dreistellige Beträge lassen sich spielend für ein Exemplar ausgeben.

Wer böse Überraschungen im Praxistest vermeiden will, sollte sich übrigens nicht auf allzu verlockende Angebote einlassen. Wer Solinger Qualität haben möchte, muss dafür auch mehr zahlen. Gerade im Internet werden nicht selten schlechte Kopien angeboten. Nicht umsonst findet sich in der Klingenstadt das „Museum Plagiarius“. Das Problem teilt sich Wüsthof natürlich mit anderen Premiumherstellern, etwa Zwilling J.A. Henckels oder Puma. Händlerverzeichnisse und ausgewählte Online-Partner bieten die Hersteller in der Regel auf ihren Internetauftritten. Denn zum Beispiel auch Hauptkonkurrent Zwilling weiß seine Marke durch exklusive Partner und eigene Ladenlokale in aller Welt zu pflegen.

Wer also einen ambitionierten Hobbykoch in der heimischen Küche stehen hat, liegt mit einem Qualitätsmesser als Weihnachtsgeschenk definitiv nicht daneben. Denn was für internationale Größen wie Jamie Oliver, Gordon Ramsay oder Martha Stewart, die allesamt auf Wüsthof-Produkte setzen, gut genug ist, wird auch an der Heimatfront bestens ankommen. Aber Vorsicht: In Solingen gibt es die alte Tradition, dass Messer nicht verschenkt werden dürfen – das zerschneidet die Freundschaft. Korrekterweise zahlt der Beschenkte dafür den symbolischen Preis von einem Cent. Aber selbst das dürfte unter dem Weihnachtsbaum nicht für eine Krise sorgen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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