Spielwaren: Märklin blickt optimistisch in die Zukunft

Spielwaren: Märklin blickt optimistisch in die Zukunft

, aktualisiert 23. Januar 2015, 10:34 Uhr

Nach dem Insolvenzverfahren vor zwei Jahren sieht sich der traditionsreiche Modelleisenbahn-Hersteller Märklin gut gerüstet für die Zukunft. Die Mutter Simba Dickie leidet derweil unter schlechten Russland-Geschäften.

Nach einem Übergangsjahr sieht sich der traditionsreiche Modelleisenbahn-Hersteller Märklin für die Zukunft gerüstet. „Wir stehen jetzt auf einer richtig guten Basis, sowohl bei der Produktion als auch marktseitig“, sagte Firmenchef Florian Sieber am Donnerstagabend in Fürth. Im vergangenen Jahr habe Märklin kräftig in die Rückverlagerung von Werkzeugen und Formen aus China sowie in die Erweiterung des Werkes in Ungarn investiert.

Zudem habe man auf Erlöse durch Rabatt-Aktionen verzichtet. Der Umsatz im Ende April zu Ende gehenden Geschäftsjahr 2014/2015 werde daher von 101 Millionen Euro auf rund 98 Millionen Euro sinken, sagte Sieber. Der Gewinn sei weiterhin stabil.

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Märklin kam vor zwei Jahren nach einem Insolvenzverfahren unter die Fittiche der fränkischen Simba-Dickie-Gruppe, ist aber weiter ein eigenständiges Unternehmen. Zu dem Familienunternehmen gehören unter anderem die Marken Simba und Dickie, der Bobby-Car-Hersteller Big, Smoby, Schuco und Eichhorn.

Die Zurückhaltung der russischen Käufer sowie die Abwertung des Rubels und weiterer Währungen haben Simba Dickie im vergangenen Jahr zugesetzt. „2014 war für uns kein leichtes Jahr, wir sind beim Ergebnis aber trotzdem noch mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte Firmenchef Michael Sieber, Vater von Florian Sieber, am Donnerstagabend in Fürth.

Der Gesamtumsatz der Gruppe sank um 4,5 Prozent auf 602 Millionen Euro. „Die Erträge sind im Vergleich zu 2013 aber nur geringfügig zurückgegangen“, sagte Duschl. „Ansonsten ist die Ertragslage gut, stabil und äußerst solide.

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Die Simba-Dickie-Gruppe bekam die politische Krise in Osteuropa und den Währungsverfall in verschiedenen Ländern 2014 deutlich zu spüren. Allein in Russland - 2013 noch der drittwichtigste Markt für die Gruppe - seien die Erlöse um 20 Prozent eingebrochen, berichtete Finanzchef Manfred Duschl. Hinzu komme ein währungsbedingtes Minus von weiteren 15 Prozent bei der Ausweisung der Umsätze in Euro. Ähnlich sei die Situation auf niedrigerem Niveau in der Ukraine.

Trotz der anhaltend angespannten Lage will Simba Dickie in diesem Jahr insgesamt wieder um 2,5 Prozent wachsen.

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