Stihl: Motorsägenhersteller rechnet mit schwächerem Wachstum

Stihl: Motorsägenhersteller rechnet mit schwächerem Wachstum

, aktualisiert 27. April 2016, 20:30 Uhr
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Im Jahresschnitt peilt Stihl in der Regel ein Umsatzplus von fünf Prozent an.

Quelle:Handelsblatt Online

Den Einbruch des Russlandgeschäfts hat Stihl inzwischen größtenteils verdaut. Doch mit großen Sprüngen rechnet der Motorsägenhersteller auch in diesem Jahr nicht. Das liegt vor allem am starken Euro.

WaiblingenDer Motorsägenhersteller Stihl rechnet in diesem Jahr mit einem schwächeren Wachstum. Der gegenüber dem Dollar stärkere Euro dürfte das Umsatzplus aus dem wichtigen nordamerikanischen Markt abschwächen, wie Unternehmenschef Bertram Kandziora am Mittwoch in Waiblingen sagte. Im ersten Quartal verbuchte Stihl ein Plus von fast vier Prozent – Währungseffekte herausgerechnet waren es knapp sieben Prozent. Im Jahresschnitt peilt Stihl in der Regel ein Umsatzplus von fünf Prozent an.

Der russische Markt habe sich in den ersten Monaten etwas erholt, bewege sich aber nach dem Einbruch wegen des schwachen Rubels und des Ölpreisverfalls auf niedrigem Niveau. Vor der Krise sei Russland der zweitwichtigste Markt für Stihl gewesen. Im vergangenen Jahr seien die Stückzahlen dort aber noch einmal um 70 Prozent zurückgegangen, sagte Kandziora.

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2015 schaffte der Motorsägenhersteller dank des Nordamerikageschäfts, das etwa ein Drittel der Erlöse ausmacht, trotzdem ein Umsatzplus von 8,9 Prozent auf 3,25 Milliarden Euro. 90 Prozent der Erlöse stammen aus dem Ausland. Neben Nordamerika ist Westeuropa mit einem Drittel Umsatzanteil ein wichtiger Markt. Zum Gewinn macht Stihl keine Angaben. Das Ergebnis sei aber „zufriedenstellend“ ausgefallen, hieß es im Geschäftsbericht.

Die Belegschaft weltweit schrumpfte leicht um 0,4 Prozent auf 14.245 Mitarbeiter, in Deutschland beschäftigte Stihl mit 4180 Menschen etwa ein Prozent weniger als im Vorjahr. Das sei ein Zeichen für die gestiegene Produktivität, sagte Kandziora. Für die nächsten Jahre gehe er aber wieder von einem Mitarbeiterwachstum aus.

Unterdessen ist die Nachfolge des Familienunternehmens unter dem Druck der geplanten Erbschaftssteuerreform geregelt: „Wir haben unsere Firmenanteile an unsere Nachkommen verschenkt“, sagte Ex-Unternehmenschef und Stihl-Gesellschafter Hans Peter Stihl der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Mittwoch). Damit sei „die vierte Generation“ bereits jetzt maßgeblich am Unternehmen beteiligt, sagte Nikolas Stihl, Vorsitzender des Stihl-Holding-Beirats.

Quelle:  Handelsblatt Online
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