Studie: Polnische Mittelständler investieren mehr als deutsche

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Gute Nachrichten aus dem Mittelstand: Im Europa-Vergleich stehen deutsche Unternehmen laut GE Capital gut dar.

von Stephan Happel

Was das Investitionsvolumen angeht, ist der deutsche Mittelstand laut einer aktuellen Studie Europameister. Doch die Konkurrenz aus Polen holt zügig auf.

Niemand in Europa investiert insgesamt so viel, wie der deutsche Mittelstand. Doch die Unternehmen aus den Nachbarstaaten holen auf. Zu diesem Ergebnis kommt Finanzdienstleister GE Capital in seinem jährlichen CAPEX-Report. In sieben EU-Ländern hat GE jeweils 325 mittelständische Unternehmen zu Zukunftsaus- und Investitionsabsichten befragt. Ergebnis: Europaweit steigt die Investitionslaune, die Firmen blicken optimistisch in die Zukunft.

In Deutschland erwartet mehr als die Hälfte der Mittelständler positive Entwicklungen. Dieses Vertrauen schlägt sich auch in einer optimistischen Planung nieder. Mehr als 889.000 neue Stellen sollen noch in diesem Jahr in der Bundesrepublik entstehen. In Summe wollen die kleinen und mittleren Unternehmen 136 Milliarden Euro investieren. Rekord in Europa. Dass es um die Stimmung im deutschen Mittelstand gerade gut steht, hat schon Creditreform festgestellt. Bei einer Umfrage unter 4000 Unternehmen kam auch die Wirtschaftsauskunftei zu dem Ergebnis, dass die Mittelständler in Deutschland zunehmend neue Jobs schaffen und investieren wollen.

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Die Studie von GE Capital offenbart beim Blick auf die Details aber auch einen Schönheitsfleck: Im Schnitt wollen die kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Deutschland 2014 rund 115.200 Euro investieren. Das sind rund 23.000 Euro weniger als im Vorjahr.

Laut der GE-Umfrage fallen die deutschen Mittelständler im Europavergleich somit auf Rang zwei zurück. Polnische Unternehmen planen in diesem Jahr nämlich durchschnittlich 119.000 Euro für Investitionen auszugeben - so viel wie niemand sonst in Europa. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass Polen in diesem Jahr schneller wächst als jedes andere ost-europäische Land. Bereits jetzt hat das Land eines der höchsten Bruttoinlandsprodukte in Europa. Während die Wirtschaft 2013 in Deutschland fast stagnierte, wuchs sie in Polen um 2,05 Prozent. Kein Grund zur Beunruhigung, glaubt Joachim Secker, Geschäftsführer von GE Capital Deutschland. "Das ist ein Rückgang auf hohem Niveau."

Klare Aufschwungstendenzen gibt es auch in Ungarn. Während die politischen Entwicklungen in Kiew und die Hinwendung zu Russland im westlichen Ausland für Unbehagen sorgen, steigen im Land selbst laut Studie die Zuversicht und vor allem die Investitionsbereitschaft stark an.

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