Übernahme: Spanier und Koreaner wollen Q-Cells

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Übernahme: Spanier und Koreaner wollen Q-Cells

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Q-Cells wird ein Teil des südkoreanischen Mischkonzerns Hanwha. Die Vorverträge sind bereits unterzeichnet.

von Rebecca Eisert

Das insolvente Photovoltaikunternehmen Q-Cells kann aufatmen. Gleich zwei Unternehmen bieten um den angeschlagenen Mittelständler. Ende August entscheidet die Gläubigerversammlung.

Die Geheimniskrämerei hat ein Ende. Der südkoreanische Mischkonzern Hanwha soll den angeschlagenen Dünnschichtmodulproduzenten Q-Cells übernehmen. Hanwha und Insolvenzverwalter Henning Schorisch hätten bereits einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Dieser stehe unter der aufschiebenden Bedingung, dass die Gläubigerversammlung am 29. August der Veräußerung zustimme. Neben der Übernahme von betriebsbezogenen Verbindlichkeiten in niedriger dreistelliger Millionenhöhe sehe der Kaufvertrag außerdem einen Bar-Kaufpreis in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe vor.

Die Top-Ten-Hersteller von Dünnschicht-Solarmodulen

  • First Solar

    Das Unternehmen First Solar aus Arizona, USA, ist spezialisiert auf Dünnschicht-Solarmodule.

    Für das Jahr 2012 belaufen sich die gemeldeten Kapazitäten in diesem Segment auf 2331 Megawatt. 2011 wurde die gleiche Anzahl Megawatt gemeldet, 2010 beliefen sie sich auf 1627 Megawatt.

    Das Unternehmen meldete für 2011 eine Produktion von 1981 Megawatt, 2010 belief sich der Wert auf 1411 Megawatt.

  • Solar Frontier

    Beim japanischen Hersteller Solar Frontier werden 2012 Kapazitäten von 980 Megawatt erwartet. 2011 waren es 920 Megawatt, 2010 lediglich 360 Kilowatt.

    Das Marktforschungsinstitut IHS iSuppli errechnete für das Jahr 2011 eine Produktion von 441 Megawatt, 2010 waren es 107 Megawatt.

  • Sharp

    Bei Sharp, dem drittgrößten Hersteller im Segment der Dünnschicht-Module, belaufen sich die gemeldeten Kapazitäten für 2012 - wie schon im Jahr 2011 - auf 480 Megawatt. Im Jahr 2010 waren es noch 320 Megawatt.

    Die Analysten von IHS iSuppli kamen bei ihren Berechnungen auf einen Produktionswert von 221 Megawatt im Jahr 2011 und 195 Megawatt im Jahr 2010.

  • Trony Solar

    Der chinesische Konzern Trony Solar erwartete für die Jahre 2012 und 2011 jeweils 265 Megawatt Kapazitäten. 2010 waren es 175 Megawatt.

    Laut IHS iSuppli belief sich die Produktion 2011 auf 201 Megawatt, 2010 auf 141 Megawatt.

  • Kaneka Solar

    Der japanische Hersteller Kaneka Solar erwartet 2012 einen Rückgang der Kapazitäten im Vergleich zum Vorjahr. 2012 beläuft sich die Erwartung auf 150 Megawatt, 2011 waren es noch 160 Megawatt. Schon 2010 hatte Kaneka Solar Kapazitäten in der Höhe von 150 Megawatt gemeldet.

    2011 belief sich die Produktion gemäß der Berechnung von IHS iSuppli auf 117 Megawatt, 2010 auf 75 Megawatt.

  • QS Solar

    Die in Shanghai angesiedelte Firma QS Solar rechnet im Jahr 2012 mit Kapazitäten von 165 Megawatt, genau wie im Vorjahr. 2010 betrugen die gemeldeten Kapazitäten zu Jahresende 160 Megawatt.

    Leichter Rückgang: IHS iSuppli berechnet die Produktion der Chinesen von 2011 auf 111 Megawatt, 2010 waren es noch 112 Megawatt.

  • Schott Solar

    Den siebten Platz - gestaffelt nach den Produktionszahlen - belegen die Deutschen von Schott Solar. Für 2012, 2011 und 2010 meldeten sie jeweils Kapazitäten von 100 Megawatt.

    Die Produktion belief sich 2011 laut IHS iSuppli auf 74 Megawatt, 2010 auf 73 Megawatt.

  • Bosch Solar

    Ein weiteres deutsches Unternehmen auf Platz 8: Bosch Solar Energy aus Arndtstadt. Die gemeldeten Kapazitäten für das Jahr 2012 belaufen sich auf 180 Megawatt, 2011 waren es 140 Megawatt und im Jahr 2010 70 Megawatt.

    Im Jahr 2011 wurden laut IHS iSuppli in der Produktion 73 Megawatt erreicht, 2010 waren es 51 Megawatt.

  • Solibro

    Die ehemalige Q-Cells-Tochergesellschaft Solibro wurde im Juni 2012 an Hanergy verkauft. Die Kapazitäten für 2012 belaufen sich auf 160 Megawatt, die beiden Jahre zuvor waren es jeweils 135 Megawatt.

    Solibro produzierte laut IHS iSuppli 2011 mit 66 Megawatt weniger Solarmodule als im Jahr zuvor, da waren es noch 75 Megawatt.

  • Global Solar Energy

    Das aus den USA stammenden Unternehmen Global Solar Energy bringt es auf den 10. Platz unter den Dünnschicht-Herstellern. Wie auch die beiden Jahre zuvor meldete die Firma 2012 75 Megawatt Kapazitäten.

    Die von IHS iSuppli erhobenen Zahlen ergeben für das Jahr 2011 eine Produktion von 58 Megawatt, im Jahr 2010 waren es noch 43 Megawatt.

Derweil hat das spanische Photovoltaikunternehmen Isofoton ebenfalls Interesse angemeldet. Ein Unternehmenssprecher sagte am Montag, der Präsident des in Madrid ansässigen Solarzellen- und Modulherstellers, Angel Luis Serrano, habe sein Angebot bei einem Treffen mit Q-Cells in Frankfurt abgegeben. Zur Höhe des offerierten Kaufpreises machte er keine Angaben. Zudem berichtete die Nachrichtenagentur AFP, dass eine Sprecherin des spanischen Unternehmens einen US-Fonds als Partner für das Vorhaben gewonnen hätte.

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Die Hanwha-Gruppe gehört mit ihren 53 Tochterunternehmen zu den zehn größten Industriekonglomeraten Südkoreas. Im vergangenen Geschäftsjahr setzte die Gruppe 25 Milliarden Euro um. Q-Cells schrieb dagegen 2011 einen Verlust von 846 Millionen Euro. Im April hatte der ostdeutsche Betrieb Insolvenz angemeldet. Zuletzt arbeiteten weltweit 2200 Mitarbeiter für Q-Cells, darunter 1300 am Stammsitz in Bitterfeld-Wolfen und 500 in Malaysia.

Der Investor will 1200 Mitarbeiter übernehmen und auch den Produktionsstandort in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) erhalten, berichteten verschieden Medien. Personelle Einschnitte seien allerdings insbesondere in der deutschen Verwaltung geplant.

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