Umfrage: Beschäftigung im Mittelstand stabil

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exklusivUmfrage: Beschäftigung im Mittelstand stabil

von Bert Losse

Trotz aller Konjunktursorgen bleibt die Beschäftigungslage im Mittelstand vorerst stabil. Das zeigt eine Unternehmer-Umfrage für die WirtschaftsWoche.

Die negativen Meldungen vom deutschen Arbeitsmarkt häufen sich. Die Arbeitslosenquote ist im Oktober zwar unverändert bei 6,5 Prozent geblieben. Seit einigen Monaten steigen jedoch die saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen wieder an, im Oktober etwa um 20 000. Immer mehr Betriebe beantragen zudem Kurzarbeit – so etwa der Küchenhersteller Alno oder Wacker Chemie in Burghausen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommt in einer neuen Analyse in schönstem Wissenschaftlerdeutsch zu dem Schluss: „Das Potenzial der über die letzten Jahre andauernden Arbeitsmarktentwicklung scheint ausgereizt.“

Grafik Mitarbeiter Mittelstand

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Doch ein Horrorszenario mit großen Entlassungswellen steht Deutschland nicht bevor. Gerade im Mittelstand bleibt die Beschäftigungslage vorerst stabil. Das hat eine Umfrage der Wirtschaftsverbände „Die Familienunternehmer-ASU“ und „Die Jungen Unternehmer-BJU“ exklusiv für die WirtschaftsWoche ergeben. Im vierten Quartal 2012 wollen demnach 62 Prozent der Unternehmen die Zahl der Stellen konstant halten, weitere 24 Prozent sogar neue Leute einstellen. Einen Jobabbau planen aktuell nur zwölf Prozent der Betriebe. „Die deutsche Wirtschaft ist noch nicht aus dem Tritt geraten. Dieser Zustand darf aber nicht kaputt gemacht werden – etwa durch steigende Energiekosten und Steuererhöhungen“, sagt ASU-Präsident Lutz Göbel.

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Die rund 430 befragten Firmenchefs gaben auch zu Protokoll, welche zentralen Risikofaktoren es für ihre Personalplanung gibt. Ergebnis: Das größte Hindernis, neue Mitarbeiter einzustellen, ist derzeit die wacklige Konjunktur und die damit verbundene unsichere Auftragslage – 34 Prozent der Unternehmer nennen diesen Aspekt an erster Stelle. Direkt dahinter folgt als Jobbremse der Fachkräftemangel (33 Prozent) – viele Betriebe haben zwar freie Stellen, finden aber keine geeigneten Bewerber. Die Lohnkosten hingegen, früher häufig ein zentrales Argument gegen Beschäftigungsaufbau, rangieren mittlerweile in der unternehmerischen Schreckensliste überraschend weit hinten (siehe Grafik).

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