VDMA-Präsident Festge: Deutsche Maschinenbauer haken 2013 ab

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VDMA-Präsident Festge: Deutsche Maschinenbauer haken 2013 ab

von Anke Henrich

In den ersten neun Monaten des Jahres verfehlten die Exporte mit 111,5 Milliarden Euro ihr Vorjahresniveau. Im kommenden Jahr rechnen die Maschinenbauer mit drei Prozent Wachstum.

Eigentlich ist Reinhold Festge, neuer Präsident des Branchenverbands VDMA, ein Freund klarer Worte. Sein Fazit für die ersten drei Quartale der deutschen Vorzeigeindustrie umnebelt er aber schon wie PR-Profi. „In der nominalen Betrachtung läuft die Bilanz des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus für 2013 auf eine Stagnation hinaus“, so der Unternehmer aus Oelde. Oder in harten Zahlen: Die Produktion liegt mit einem Volumen von 195 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau, die 207 Milliarden Euro Umsatz ebenso.

Immerhin fanden rund 10.000 Menschen mehr als 2012 Beschäftigung im Maschinenbau, insgesamt sind es jetzt fast eine Millionen. 2014 sollen maximal 5000 dazu kommen. 2013 haben die Maschinenbauer abgehakt, jetzt hoffen sie auf 2014 und Unterstützung durch die neue Bundesregierung.

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2014 soll die Produktion um drei Prozent auf einen Rekord-Produktionswert von 203 Milliarden Euro steigen. Manchen überraschen dürfte die Aussage, wo denn das Wachstum herkommen könne. „Der Schlüssel liegt in den etablierten Märkten und hier vor allem in Europa“, erklärte der VDMA-Präsident. Die Euro-Zone habe die Rezession überwunden, die Frühindikatoren stimmten optimistisch. Das gelte auch für Deutschland. „Es ist unstrittig, dass in Deutschland wieder mehr investiert werden muss. Und zwar nicht nur in Straßen und Brücken, sondern eben auch in Maschinen und Anlagen, in Forschung und Entwicklung, in Bildung und Ausbildung.“

Die klassischen Industrieländer spielten im kommenden Jahr wieder eine wichtigere Rolle im Erholungsprozess. Die Entwicklungs- und Schwellenländer würden zwar weiter vergleichsweise höhere Zuwachsraten beim BIP aufweisen. Teils massive strukturelle Probleme beschränkten aber deren wirtschaftliche Expansion. Daher erwarten die VDMA-Volkswirte von diesen Ländern nur einen begrenzten Wachstumsbeitrag. Das gelte auch für die VR China. Der bewusst von der neuen chinesischen Führung herbeigeführte strukturelle Wandel der chinesischen Wirtschaft koste Wachstumsdynamik. „Was nicht heißen soll, dass unsere Industrie in China ohne Chancen ist. Die chinesischen Bemühungen um Qualitäts- und Produktivitätssteigerungen bergen gerade für unsere Produkte große Absatzpotentiale“, so der VDMA-Präsident.

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