Wachstumskurs: Stihl-Kettensägen boomen in Schwellenländern

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Wachstumskurs: Stihl-Kettensägen boomen in Schwellenländern

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Der Motorsägen-Weltmarktführer Stihl bleit nach einem Umsatzrekord 2012 weiterhin auf Wachstumskurs.

von Lothar Schnitzler

Der größte Motorsägenhersteller weltweit bleibt auf Wachstumskurs. Sorgen machen die südeuropäischen Märkte und einige Länder in Südamerika.

Stihl-Chef Bertram Kandziora hatte es im vergangenen Herbst versprochen: Auch im 2012 werde das Familienunternehmen weiterhin mit mindestens fünf Prozent wachsen. Kandziora hat geliefert. In vergangen Jahr wuchs der Umsatz um sechs Prozent auf 2,773 Millionen Euro. "Stihl ist stärker als die Branche gewachsen", stellte Kandziora zufrieden fest. Schön für den Stihl-Vormann: Vor allem die Nachfrage nach den Billigprodukten asiatischer Konkurrenten gab nach.

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Besonders stark war das Wachstum in den asiatischen Schwellenländern, in denen die Sägen, Gesteinsschneider und Gartengeräte des schwäbischen Unternehmens einen geradezu legendären Ruf haben. Jede dritte Motorsäge auf der Welt stammt heute aus dem Hause Stihl. Allerdings  kommt nur noch die Hälfte des Umsatzes aus dem Geschäft mit dem Kernprodukt. Seit langem verdient der Konzern aus Waiblingen bei Stuttgart sein Geld auch mit Produkten wie Gesteinsschneider, Erdbohr- und Reinigungsgeräte oder Heckenscheren. Das Unternehmen aus Waiblingen bei Stuttgart macht 90,1 Prozent seines Umsatzes im Ausland. "Das zeigt, dass wir die Chancen zur Globalisierung zu nutzen wissen", sagt Kandziora, "offene Märkte und freier Welthandel sind für die Stärke unserer Gruppe von entscheidender Bedeutung." Sorgen machen allerdings Südeuropa infolge der Staatschuldenkrise sowie Argentinien und Venezuela, wo unsinnige Importbeschränkungen den Absatz drosseln.

Motorsägen-Hersteller Stihl 2012 mit Umsatzrekord

Stark zulegen kann Stihl in Übersee, Gegenwind kommt allerdings vom Heimatkontinent.

Eine Stihl-Kettensäge: Besonders gut liefen die Geschäfte in Nordamerika und Asien. Quelle: obs

Als Familienunternehmen gibt Stihl sich einsilbig, wenn es um Gewinne geht. Doch gilt das Unternehmen bei Branchenkennern als profitabel und finanzstark. Die Eigenkapitalquote beträgt satte 68,5 Prozent.

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Seit 2003 steht Kandziora an der Spitze des Unternehmens. Der große alte Mann des Konzerns und Sohn des Gründers, Hans-Peter Stihl und drei weitere Mitglieder der Familie hatten sich im Jahr zuvor aus dem Vorstand zurückgezogen und entschieden, das Tagesgeschäft künftig Fremdmanagern zu überlassen.  Hans-Peter Stihl hatte damals den Vorsitz des Aufsichtsrates übernommen, den er im vergangenen Jahr seinem Sohn Nikolas überließ.

Für das kommende Jahr erwartet Kandziora nur leichtes Umsatzwachstum. Die Folgen der Schulden- und Finanzkrise dämpfe die Bereitschaft zu Investitionen in der Forst- und Landschaftspflegebranche wie auch in Bauwirtschaft.

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