WirtschaftsWoche-Konferenz: Der Mittelstand schaut verstärkt nach Singapur

WirtschaftsWoche-Konferenz: Der Mittelstand schaut verstärkt nach Singapur

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Auf einem gemeinsamen Kongress der WirtschaftsWoche und des Singapurer Economic Development Board diskutieren Asienexperten die Zukunftsperspektiven des Inselstaates.

von Matthias Kamp

Auf einem gemeinsamen Kongress der WirtschaftsWoche und des Singapurer Economic Development Board diskutieren Asienexperten in München die Zukunftsperspektiven des südostasiatischen Inselstaates.

Wenn Alan Yeo die Ergebnisse seiner Arbeit bilanziert, tut er dies nicht ganz ohne Stolz. „Rund 7.000 multinationale Unternehmen haben in Singapur Niederlassungen“, sagt der Europadirektor des Economic Development Board (EDB). Hauptaufgabe der Behörde ist es, ausländischen Investoren den südostasiatischen Inselstaat als Investitionsstandort schmackhaft zu machen. Doch mit den Multis wollen Yeo und seine Kollegen sich nicht mehr zufrieden geben. Künftig will das EDB verstärkt um Mittelständler werben, auch und gerade aus Deutschland.

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Keine leichte Aufgabe, assoziieren doch viele mit Singapur zunächst die hohen Kosten. Sicher, die Mieten sind in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen, haben  sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Doch bei genauerem Hinsehen und unter Einbeziehung anderer Faktoren ist Singapur sogar ein kostengünstiger Standort. Franz Josef Kleideitert, Geschäftsführer der Personalberatung Kienbaum in Singapur, macht eine interessante Rechnung auf. „Wer auf der Tropeninsel eine Fertigung mit 100 Arbeitern und einem Managementteam unterhält, realisiert im Vergleich zu Deutschland bei den Personalkosten eine Vorteil von 62 Prozent“, erklärt Kleideitert auf einer Konferenz der WirtschaftsWoche und des EDB in München. Dazu kommen deutlich niedrigere Steuern als in Deutschland.

Solche Vorzüge sorgen dafür, dass Singapur im Konkurrenzkampf um Investitionen mit China, dem großen Nachbarn im Norden, einiges an Boden gut machen kann. Dort nämlich sind die Löhne, vor allem für Fach- und Führungskräfte, in den vergangenen zehn Jahren regelrecht explodiert. Dazu kommt: Anders als in China funktioniert in Singapur der Schutz geistigen Eigentums. Das Reich der Mitte hat zwar alle nötigen Gesetze, doch mangelt es an der Umsetzung. In Singapur ist das anders. „Gesetze werden in Singapur sehr ernst genommen“, sagt der ehemalige deutsche Botschafter in Singapur, Folkmar Stoecker.

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