Zahlen des VDMA: Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau trotzt vielen Krisen

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Zahlen des VDMA: Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau trotzt vielen Krisen

von Anke Henrich

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau ist nicht kleinzukriegen, zeigen die neuen Zahlen des VDMA. In einigen großen Schwellenländern und EU-Nachbarstaaten sind die guten Zeiten allerdings vorbei.

Das muss man erstmal schaffen: Ukrainekrise, Russlandsanktionen, BRIC-Abstieg, weltweite Nachfragedellen und Investitionsstaus – 2014 könnte für die deutschen Maschinenbauer ein rabenschwarzes Jahr sein. Ist es aber nicht.

„Für die ersten zehn Monate des Jahres liegt die Produktion von Maschinen- und Anlagen ein Prozent über dem Vorjahr“, erklärte heute Reinhold Festge, Präsident des Verbands der deutschen Maschinenbauer (VDMA). Und setzte noch einen drauf: „Unterm Strich konnten wir 2014 sowohl beim Umsatz mit 212 Milliarden Euro als auch in der Produktion mit 199 Milliarden Euro die bisherigen Rekordmarken von 2008 übertreffen.“

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Auch die Mitarbeiter profitieren: Im Oktober ernährte die deutsche Vorzeigebranche 1,01 Millionen Menschen, das gab es zuletzt 1993.

Trotz aller geopolitischen Risiken und Währungsschwankungen bleibt Festge auch für das kommende Jahr optimistisch. Der Produktionswert könnte 2015 mit 205 Milliarden Euro erstmals die Schwelle von 200 Milliarden Euro überschreiten. „Unser bisheriger Auftragseingang hat die Basis gelegt. In den ersten zehn Monaten übertraf er sein Vorjahresniveau preisbereinigt um zwei Prozent“, so der VDMA-Präsident.

Optimismus für 2015

Gute Gründe für so viel Optimismus lieferten die steigende Nachfrage in den USA und die niedrigen Rohstoffpreise stimulierten die Weltwirtschaft. Nicht zuletzt der Eurokurs helfe: „Der überbewertete Euro hat in der Vergangenheit Marge gekostet und auch das eine oder andere Geschäft verhindert.“

Commerzbank-Studie Maschinenbau wird 2015 wieder wachsen

Die Commerzbank traut dem deutschen Maschinenbau nach der Stagnation im laufenden Jahr ab 2015 wieder Wachstum zu. Der Erfolg steht und fällt aber mit dem Wachstum der Schwellenländer.

Maschinen aus deutscher Produktion, die exakt auf ihren Einsatz zugeschnitten sind, sind besonders gefragt. Quelle: dpa

Es gebe allerdings nach wie vor unkalkulierbare Risiken, wie die Russland/Ukraine-Krise oder die nur schleppend in Gang kommenden Reformen in Frankreich und Italien sowie die Wachstum hemmenden Gesetze der deutschen Bundesregierung aus den letzten Monaten. Letzteres allerdings ist des Maschinebauers Gruß.

Die deutschen Maschinenbauer in Zahlen

In den ersten neun Monaten des Jahres lagen die Exporte mit 112,6 Milliarden Euro knapp über dem Vorjahreswert von 112,1 Milliarden Euro. Die EU-Partnerländer verzeichneten ein Plus von fünf Prozent, China ein Plus von zwei Prozent, der US-Markt um sechs Prozent. Die Märkte in Südostasien wuchsen um neun Prozent. Afrika ist im Plus mit den Regionen Nord (plus elf Prozent) und West (plus sieben Prozent). Der Nahe und Mittlere Osten expandierte mit vier Prozent und profitiert vom stärkeren Iran-Geschäft (plus 20 Prozent).

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