
Nokia-Chef Kallasvuo, der schon vor 20 Jahren beim Einstieg ins Handygeschäft mit von der Partie war, will daher das Unternehmen jetzt noch einmal auf den Kopf stellen. Aus dem Handybauer, der jedes Jahr 50 neue Modelle für die verschiedensten Zielgruppen auf den Markt warf, soll eine starke IT- und Software-Company mit wenigen außergewöhnlichen Geräten werden, mit denen die Kunden in eine neue Erlebniswelt eintauchen können – Musik hören, Routen planen, Spiele herunterladen. Ermöglichen soll dies sein neues mobiles Internet-Portal Ovi, das bis Ende kommenden Jahres weltweit 300 Millionen aktive Kunden anziehen soll. Derzeit sind es erst gut 80 Millionen. Zusätzliche Einnahmen von rund zwei Milliarden Euro sollen die neuen Services bereits im nächsten Geschäftsjahr in die Konzernkasse spülen.
Nokia setzt auf radikal neues Geschäftsmodell
Kallasvuo weiß, dass er radikal vorgehen muss, und setzt auf ein völlig neues Geschäftsmodell. Die Tür zu Ovi öffnet sich erst mit dem Kauf eines Nokia-Smartphones. Im Gerätepreis ist die Gebühr für die dort hinterlegten mobilen Internet-Dienste bereits einkalkuliert.
Damit attackiert Nokia nicht nur das Google-Handy Nexus One mit dem Navigator Google Maps, sondern auch die Hersteller von Navigationsgeräten sowie kostenpflichtigen iPhone-Apps. 8,1 Milliarden Dollar bezahlte Nokia für den US-Kartenhersteller Navteq, um diese Strategie zu verfolgen.
Nokia versucht den Befreiungsschlag
Der Schachzug wirkt wie der atemberaubende Versuch eines Befreiungsschlags. Denn mit Navteq im Konzern öffnet Kallasvuo einen der wertvollsten Datenschätze der Welt: das gesamte Kartenmaterial aus 180 Ländern in 46 Sprachen – alles quasi kostenlos im mobilen Internet. Rund 50 Millionen Kunden, erwartet Nokia, sollen bis Jahresende diese Form der Navigation auf ihrem Handy nutzen.
Ob das reicht, Microsoft auf Distanz zu halten und den Siegeszug von Apple und Google zu stoppen?














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Alle Kommentare lesen15.03.2010, 19:44 UhrAnonymer Benutzer: Rudolf
Die Überschrift ist kurzum falsch. Apple als Hardware-Lieferant von an beginn kämpft nicht um die Herrschaft im Web.
14.02.2010, 16:20 UhrAnonymer Benutzer: Ronny
Naja einige Zahlen stimmen nicht so ganz, aber dazu haben meine Vorgaenger schon genug geschrieben, doch zwei AAnmerkungen moechte ich noch zu Nokia machen:
1. Nokia hat kein vernuenftiges betriebssystem, Symbien ist vollkommen unbraubar fuer Computeraehnliche Smartphones. Fuer jede kleine Weiterentwicklung kommt endlos viel Programmcode hinzu oder muss veraendert werden, da der Programmkern nicht viel schlauer als DOS ist. Weiterentwicklungen sind so kaum mehr bezahlbar und dauern zu lange (Da hilft auch Open-Sorce nicht mehr). Die grossen Hersteller der Welt steigen in rasantem Tempo aus und so ist die gaenzliche Uebernahme der Symbienanteile von Nokia ein riesiges Verlustgeschaeft. Das Neue auf Linux basierende System Malmoe kommt zu spaet. Wer auf Wllen surft ist elegant und braucht wenig Kraft, Nokia dagegen muss jetzt brustschwimmen und hechelt von Anderen initierten Entwicklungen hinterher und das kostet Kraft.
3.Nokia wollte mit Navteq Geld verdienen, 2 Milliarden im Jahr, das Koennen sie jetzt weitgehend abschreiben, hier folgt in naechster Zukunft die naechste Riesenabschreibung. Mit wackligen mathematischen Konstruktionen versucht Nokia das abzustreiten. Warten wir mal ab, wie sich der boersenkurs entwickelt.
3. Was Nokia alles als Smartphone bezeichnet ist laecherlich, 1% der internetzugriffe in Amerika stammen von Nokia-Phones- Gut in Europa sind es vielleicht 3%, auch nichjt viel besser. im Grunde genommen hat Nokia nicht viele Modelle, die den Namen Smartphone verdienen und die vorhandenen haben ein katastrophales bedienungsinterface. Machen Sie doch mal eine Aufstellung, welche Nokia Handies wirkliche Smartphones sind und halten Sie dann mal die Marktanteile daneben. ich waere ueberrascht, wenn es mehr als 20% sind.
09.02.2010, 19:35 UhrAnonymer Benutzer: Matthias Hohensee
@andee - Apple hat seit iPhone Start weltweit 42,5 Mio iPhones verkauft. Laut Kalkulationen von Gene Munster von Piper Jaffray - einem nicht nur meiner Meinung nach bestinformierten Apple-Analysten - wurden bis Ende Dezember 2009 in Deutschland 3,2 Mio iPhones verkauft (ohne iPod Touch). Wieviel es tatsächlich sind, kann nur Apple sagen. Oder vielmehr T-Mobile, weil die wissen müssten, wieviel Grauimporte noch dazu kommen und wie viele der iPhones noch auf Lager liegen. Apple und T-Mobile geben dazu keine Auskunft. Wenn Sie Zugriff auf diese Zahlen haben, dann sind wir bei der Wiwo die ersten die diese Zahlen korrigieren.