Mobilfunk: Alice wird arbeitslos

Mobilfunk: Alice wird arbeitslos

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Werbefigur Alice

von Oliver Voß

Eine der bekanntesten Werbefiguren verschwindet. Die DSL-Marke Alice wird künftig unter dem Namen O2 geführt. Doch die Alice-Darstellerin hat schon neue lukrative Aufträge.

Sie gehörte in den vergangenen Jahren zu den bekanntesten Werbefiguren in Deutschland: Alice, die blonde Frau, die das gleichnamigen DSL-Angebot verkörperte. Doch bald soll Alice verschwinden, kündigte ihr neuer Besitzer an. „Unsere DSL-Marke in Deutschland wird in Zukunft O2 sein“, sagte O2-Deutschland-Chef Rene Schuster.

Beim Kauf des Telefonanbieters Hansenet Ende vergangenen Jahres hatte O2 das Nutzungsrecht für die Marke Alice für drei Jahre bekommen. Nun werde der Konzern seine Angebote langsam und Schritt für Schritt auf O2 umstellen. Dies soll in einem Zeitraum von zwei Jahren geschehen, um möglichst viele der 2,1 Millionen Alice-DSL-Kunden zu behalten. Mit seinem eigenen DSL-Angebot hatte O2 300.000 Kunden gewonnen.

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O2 greift in Deutschland an

Der spanische O2-Mutterkonzern Telefonica hatte im November 900 Millionen Euro an Telecom Italia für Hansenet gezahlt. Gegründet 1995 als Breitband-Anbieter für Hamburg, entwickelte sich Hansenet über die Jahre dank des Marketing-Erfolgs von „Alice“ und Zukäufen zum viertgrößten DSL-Betreiber des Landes. Zuletzt hatte das Unternehmen auf dem hart umkämpften Breitband-Markt jedoch Boden verloren.

O2 will den Kundenstamm von Alice nutzen, um ihnen weitere Produkte anzubieten. Für Telefonica zählt Deutschland neben Brasilien und Mexiko zu den Wachstumsmärkten, erklärte Schuster gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Deshalb habe Telefonica den Münchnern neben Hansenet auch den milliardenschweren Ausbau des Mobilfunknetzes bezahlt und mehr als eine Milliarde Euro für neue Lizenzen ausgegeben. „Wir sind der Angreifer“, sagte Schuster. Ziel sei es, zu den Marktführern Vodafone und Telekom aufzuschließen. Derzeit ist O2 der kleinste der vier Mobilfunk-Betreiber. Eine Übernahme der Nummer Drei im Markt, E-Plus, schloss Schuster derzeit jedoch aus. Analysten erwarten, dass der Anbieter bald zum Verkauf stehen wird.

Neue Jobs für Alice-Darstellerin

Die bisherige Alice-Darstellerin wird das Aus in Deutschland sicher verschmerzen können. Für die gebürtige Italienerin Vanessa Hessler war die Alice-Kampagne der erste große Job, doch inzwischen verzeichnet sie genug andere Aufträge. Zuletzt lieh  das blauäugige Model der Jeansmarke Guess für die diesjährige Kampagne ihr Gesicht.

Zudem hat sie in den vergangenen Jahren einige Rollen in TV- und Kinoproduktionen. So spielte Hessler beispielsweise in dem Film „Asterix bei den Olympischen Spielen“ mit.  

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