Mobilfunk: Große Nachfrage nach neuem Nokia-Smartphone

Mobilfunk: Große Nachfrage nach neuem Nokia-Smartphone

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A man holds the new Nokia Lumia 710 smartphone at the Nokia World event in London October 26, 2011. Nokia unveiled its long-awaited first Microsoft Windows phones on Wednesday, betting on the two sleek new models to get it back into the race with Apple and Google . The two new smartphones, described as unexceptional by one analyst, will go on sale in key European markets by the Christmas holiday season and are the first plank in a strategy designed to return the Finnish giant to its former glory. The top-end Lumia 800, featuring easy access to social networks like Facebook and high-definition video playback, will sell for about 420 euros ($584) excluding subsidies, less than Apple's latest iPhone but more than many Google Android phones. REUTERS/Paul Hackett (BRITAIN - Tags: BUSINESS

von Jürgen Berke

Der immer noch weltgrößte Handy-Hersteller hat in London seine ersten Smartphones mit Windows Phone vorgestellt. Zumindest die deutschen Mobilfunkbetreiber hat Nokia damit überzeugt.

Der immer noch weltgrößte Handy-Hersteller hat in London seine ersten Smartphones mit Windows Phone vorgestellt. Zumindest die deutschen Mobilfunkbetreiber hat Nokia damit überzeugt.

Die Show stimmt wieder bei Nokia. Vorstandschef Stephen Elop lässt sich auf seiner Hausmesse feiern wie ein Popstar. Das Abenteuer des Neuanfangs habe gerade erst begonnen, sagt er bei der Vorstellung der ersten Nokia-Smartphones mit Windows Phone, dem Betriebssystem seines früheren Arbeitgebers Microsoft. Aber hinter dem inszenierten Glanz für das neue Flaggschiff Lumia 800 spürt man die Anspannung: Wird der Beifall im Londoner Konferenzzentrum ExCel auch den im Handy-Geschäft zuletzt so brutalen Markt überzeugen und Nokia wieder voranbringen?

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Die Finnen sind bekannt dafür, gute Hardware zu produzieren. Aber das reicht nicht mehr aus. Auch die Hersteller von Mobiltelefonen müssen heute Internet-Firmen sein, müssen ein umfassendes Ökosystem bereitstellen, wie der Verbund von Hardware, Software und Diensten in der Branche genannt wird. Das gilt vor allem für Smartphones, also für die Handys mit Computer-Funktionen und Internet-Diensten. Schon länger ist es deswegen für den Handy-Marktführer aus Finnland bergab gegangen. Seit dem Aus für das Nokia-Werk in Bochum (2008) hat die Nokia-Aktie inzwischen mehr als 75 Prozent verloren.

In der gleichen Zeit sind Apple mit dem 2007 eingeführten iPhone und mehrere andere Hersteller mit dem 2008 gestarteten Google-System Android von einem Erfolg zum anderen geeilt. Jetzt soll die vor acht Monaten vereinbarte Partnerschaft mit Microsoft den Durchbruch bringen.

Vodafone verzichtet auf die neuen Nokia Smartphones

Zumindest die Mobilfunkbetreiber in Deutschland konnte Elop überzeugen, denn sie reißen Nokia das erste Windows Phone förmlich aus den Händen. Die Nachfrage nach dem Gerät mit dem Namen Lumia 800, das Nokia heute in London der Öffentlichkeit vorstellte, ist so groß, dass Deutschlandchef Michael Bueltmann noch einen Nachschlag mit der Nokia-Fabrik in Finnland aushandeln musste. Das ursprünglich für den deutschen Markt vorgesehene Kontingent reichte nicht aus und musste noch vor der heutigen Premiere aufgestockt werden. „Inzwischen ist alles verkauft“, sagt Bueltmann.

Zum Verkaufsstart am 15./16. November werden die Deutsche Telekom, E-plus, O2 und Freenet das erste Windows Phone in ihren Shops verkaufen und den Verkauf mit eigenen Werbekampagnen ankurbeln. Nur Vodafone hat das Windows Phone nicht ins Sortiment aufgenommen. Die Briten sind offensichtlich noch nicht davon überzeugt, dass Nokia mit dem Gerät ein Comeback gelingt. In den Vodafone-Shops wird es das Smartphone wahrscheinlich erst im nächsten Jahr geben. Das Telefon soll in Deutschland vertragsfrei 499 Euro kosten.

Neben dem neuen Flaggschiff Lumia 800 und dem kleineren Lumia 710 (voraussichtlich Anfang 2012, etwa 320 Euro) hat Nokia auch eine neue Modellreihe namens Asha vorgestellt: Vier Handys zu Preisen zwischen 60 und 115 Euro, die das Nokia-System Symbian nutzen und dazu beitragen sollen, „die nächste Milliarde Menschen ins Internet zu bringen“. Konzernchef Stephen Elop sagte, mit diesen Geräten verschwimme die bisher klare Linie zwischen Smartphones und einfachen Handys.

Die Asha-Handys sollen voraussichtlich ab 2012 auch in Deutschland vertrieben werden. Bei der Präsentation aber wurden vor allem junge Menschen in Entwicklungsländern gezeigt. „Asha kommt aus der Hindi-Sprache und bedeutet Hoffnung“, sagte Elop. Und das gilt nicht zuletzt für Nokia selbst.

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