Mobilfunk: Nokia reduziert Handysortiment

Mobilfunk: Nokia reduziert Handysortiment

von Jürgen Berke

Handy-Weltmarktführer Nokia reagiert auf den Erfolg von Apples Kulthandy iPhone und strafft das Gerätesortiment. Statt 50 neuen Modellen pro Jahr wollen die Finnen bereits in diesem Jahr deutlich weniger auf den Markt bringen.

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Ob Produzent Nokia bei seinen Handy künftig ausschließlich auf Symbian setzen wird, dürfte sich bald zeigen

Handy-Weltmarktführer Nokia rückt von seiner bisherigen Strategie ab, mit möglichst vielen neuen Handymodellen die Konkurrenz in Schach zu halten. „Wir werden unser Sortiment straffen“, kündigte ein Nokia-Manager gegenüber wiwo.de, der Online-Ausgabe der Wirtschaftswoche, an.

Weitere Details will Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo auf der Bilanzpressekonferenz am kommenden Donnerstag bekannt geben. Bereits im laufenden Geschäftsjahr will der finnische Handyhersteller die Zahl der für bestimmte Zielgruppen und für bestimmte Anwendungen optimierte Geräten deutlich reduzieren.

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Mit über 50 Neuvorstellungen pro Jahr hatte Nokia das Innovationstempo nach dem Marktstart von Apples iPhone beschleunigt. Doch damit konnten die Finnen weder den Aufstieg von Apple noch die eigenen Marktanteilsverluste stoppen.

Erst vor zwei Jahren hatte Kai Öistämö, der Chef von Nokias Handysparte, angekündigt: „Wir brauchen nicht ein cooles Gerät, das einen neuen Trend setzt, wir brauchen ganz viele coole Handys.“ Diesem Anspruch wurde Nokia aber nie gerecht. Jetzt setzt sich im Vorstand offenbar die Einsicht durch, dass Masse keineswegs Klasse ersetzt. Vorrangiges Ziel sei es nun, mit weniger, dafür aber außergewöhnlicheren Geräten die Kunden zu begeistern.

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