Mobilfunk: Telekom will neues Skype-Programm für iPhone und BlackBerry blockieren

Mobilfunk: Telekom will neues Skype-Programm für iPhone und BlackBerry blockieren

Wenn in diesen Tagen der Luxemburger Internet-Telefonie-Anbieter Skype eine Software für das iPhone von Apple und später auch für den BlackBerry des kanadischen Herstellers Research in Motion auf den Markt bringt, werden die meisten deutschen Nutzer wenig Freude daran haben.

Der exklusive Vermarkter des iPhones in Deutschland, die Deutsche Telekom, wird den so genannten Voice-Over-IP-Dienst der Ebay-Tochter, der das Telefonieren über das Internet auch von Mobiltelefonen aus möglich machen soll, in seinem Netz blocken. Das kündigte T-Mobile-Sprecher Alexander von Schmettow gegenüber wiwo.de an.

„Der Schutz unserer Netz-Performance steht im Vordergrund“, begründet der T-Mobile-Manager den bevorstehenden Schritt. Zum einen würde der Service die Übertragungsgeschwindigkeiten in dem Mobilfunknetz verlangsamen oder es überlasten, wenn Kunden per Internetverbindung über das 3G-Netz telefonierten.

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Zum anderen könne die Telekom bei Skype-Gesprächen nicht für dieselbe Sprachqualität garantieren, die sie für sich beanspruche. Enttäuschte Kunden könnten solche Qualitätsmängel statt Skype der Telekom anlasten, sagte von Schmettow weiter. Die Regelung gelte auch für T-Mobile-WLAN-HotSpots.

Auch in HotSpots könnte die Telekom Skype unterbinden

Tatsächlicher Grund für die Sperre des Dienstes dürfte aber sein, dass die Telekom nicht an dem zum Teil kostenlosen Gesprächen verdient, die Kunden via Skype führen.

Deshalb wird der Ex-Monopolist voraussichtlich auch versuchen, innerhalb der T-Mobile-WLAN-HotSpots die Nutzung von Skype durch iPhones, BlackBerrys und andere Geräte zu unterbinden. Vorraussetzung ist hier allerdings, dass dies technisch realisierbar ist. Doch: „Die Vertragsbedingungen, die es T-Mobile erlauben, Voice-Over-IP-Dienste zu unterbinden, gelten auch für unsere HotSpots“, sagt von Schmettow.

Eine Vorgabe von Apple, den Dienst von Skype zuzulassen, gibt es nach Telekom-Angaben nicht.

Allerdings heißt es aus dem Konzern, dass andere Netzbetreiber wie AT&T in den USA den Service zulassen könnten, um Kunden einen zusätzlichen Anreiz zu geben, zu ihnen zu wechseln. Denn deren Netze seien oft deutlich schlechter ausgebaut, als das der Telekom. Die Telekom sehe keine Notwendigkeit, einen solchen Anreiz zu bieten.

Der immer noch große Widerstand vieler Netzanbieter führt dazu, dass die erste Version des Skype-Dienstes von vorn herein nur für WLAN-Netze freigeschaltet sein darf. Allerdings rechnen die Luxemburger damit, dass einige Mobilfiunkunternehmen die Restriktionen fallen lassen.

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