Mode: Escada bereitet Herrenkollektion vor

Mode: Escada bereitet Herrenkollektion vor

von Peter Steinkirchner

Der deutsche Damenmodekonzern Escada bereitet erstmals in seiner Unternehmensgeschichte den Start einer eigenen Herrenkollektion vor.

Vorstandschef Bruno Sälzer, der vor zwei Jahren vom Modeunternehmen Hugo Boss kam, sagte im Interview mit der WirtschaftsWoche:  „Wir könnten unter der Marke Escada auch Herrenmode verkaufen.“

Die Herrenkollektion solle deutlich vor dem Ablauf seines aktuellen Vertrags, der bis 2014 läuft, auf den Markt kommen, sagte Sälzer. Im kommenden Jahr werde es noch nicht so weit sein: „Erst einmal haben wir genug zu tun mit den Damenlinien, 2011 wird das noch nichts. Der Start eines neuen Segments braucht einen sorgfältigen Vorlauf.“ Allerdings drängten ihn seine engsten Mitarbeiter zu diesem Schritt: „Hier bei Escada arbeiten so viele ehemalige Hugo-Boss-Leute, die wollen mir immer einreden, wir müssten jetzt auch Escada Man machen.“

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Mit Sälzer waren zahlreiche ehemalige Boss-Mitarbeiter zu Escada gewechselt; von 16 Managern der zweiten Führungsebene kommen 15 von Boss. Bei Escada erlebten sie 2009 jedoch erst einmal die vorläufige Insolvenz der einst größten Damenmodemarke der Welt. Sie endete mit dem Verkauf des Unternehmens an Megha Mittal, die Schwiegertochter des indischen Stahlmilliardärs Lakshmi Mittal für geschätzte 70 Millionen Euro.

Neues Ladenkonzept

Exakt ein Jahr nach dem Verkauf kündigte Sälzer nun gegenüber der WirtschaftsWoche an, Escada werde 2011 voraussichtlich auch nach Abzug von Steuern und Abschreibungen wieder Gewinn machen: „Für 2011 gehe ich von schwarzen Zahlen und einem vielleicht sogar zweistelligen Umsatzplus aus.“ Für 2010 erwartet Sälzer einen Umsatz von rund 280 Millionen Euro und damit etwa das Niveau des Vorjahres. Escada werde allerdings „deutlich mehr Teile verkaufen als im Vorjahr. Weil wir aber die Preise im Durchschnitt um 20 Prozent gesenkt haben, dürfte der Umsatz in etwa gleich bleiben“, sagte Sälzer der WirtschaftsWoche. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde das Geschäftsergebnis voraussichtlich „bereits ins Plus drehen“.

Sälzer kündigte zudem an, dass bis Ende 2011 von den rund 350 Escada-Stores und Shop-in-Shops, die das Unternehmen selber oder zusammen mit Franchisenehmern betreibe, zunächst 70 auf ein neues Ladenbaukonzept umgestellt werden: „Davon sind 40 komplette Neueröffnungen und 30 Renovierungen.“  Die Umsetzung des neuen Storekonzepts koste 20 Millionen Euro bis Ende 2011: „Das ist unsere größte Investition. Sie verteilt sich zu 40 Prozent auf Europa, 30 Prozent auf Asien und 30 Prozent auf Amerika. Wichtig für uns ist vor allem China, wo Escada sehr bekannt ist und stark wächst, sowie Osteuropa, insbesondere Russland.“

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