
Schwarze Zahlen oder zumindest eine schwarze Null will Märklin in diesem Jahr schreiben. Wären die Göppinger nicht von so genannten Sanierern ausgesaugt worden, die dem Unternehmen millionenschwere Beratungshonorare auf den Buckel gepackt hatten, wäre es wohl nicht zu der Insolvenz gekommen. Das meint zumindest Insolvenzverwalter Michael Pluta. Das treibt Modellbahnfans schon die Tränen in die Augen.
Die können nur hoffen, dass Pluta das richtige Händchen hat, unter den sieben Interessenten einen Investoren zu finden, der ein Unternehmen nicht als Selbstbedienungsladen versteht. Die Chancen dafür stehen gut, da er nicht unter Zeitdruck steht. Der neue Besitzer muss den Spagat schaffen, junge Käuferschichten zu finden und die alten Sammler nicht zu vergraulen. Lego hat so etwas nach längeren Durststrecken geschafft. Auch bei der Suche nach alternativen Vertriebswegen hat Märklin noch Nachholbedarf. Zum Weihnachtsgeschäft soll das Spielzeug des 150 Jahre alten Traditionsunternehmens auch bei Aldi auf den Verkauftischen liegen. Das kann nur ein Anfang sein.













