Motorleistung: Noch mehr PS im Firmenwagen

Motorleistung: Noch mehr PS im Firmenwagen

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R8 Sportwagen von Audi

Je mehr PS, desto besser. Das gilt vor allem für die Geschäftswagen deutscher Unternehmen. Die bevorzugen überdurchschnittlich stark motorisierte, deutsche Modelle. Verbrauch und CO2-Ausstoß hin oder her.

Die neueste Studie von Autopapst Ferdinand Dudenhöffer hat die PS-Zahlen der deutschen Neuwagen im Blick. Der Gründer und Direktor des renommierten CAR - Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen und Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft hat mit seinem Team die Neuzulassungen im ersten Halbjahr unter die Lupe genommen.

Das Ergebnis – ein neuer Rekordwert. Der durchschnittliche PS-Wert eines Neuwagens liegt bei 134,4 PS. Im Vorjahr lag er noch bei knapp unter 130 PS, 2009 waren es sogar nur 117,2 PS. In diesem Jahr brach die PS-Zahl bedingt durch die Abgasprämie massiv ein – das erste Mal seit 15 Jahren.

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„Dabei muss höherer Motorisierung nicht immer mit höheren Umweltbelastungen einhergehen“, erklärt Dudenhöffer. Kleinere Motoren, so genanntes Downsizing, trage unter anderem dazu bei, die Normverbräuche zu reduzieren. „Allerdings“, gibt er zu bedenken, „ließen sich die Normverbräuche noch stärker reduzieren, wenn auf den Zuwachs bei der Motorisierung verzichtet wird“.

152 PS im Geschäftswagen

Das ist derzeit jedoch nicht der Fall. Besonders hochmotorisiert sind die Firmenwagen der Mitarbeiter und Manger der deutschen Autobauer. Man zeigt, was man hat. Rund 135.000 Neuwagen wurden im ersten Halbjahr 2011 von Audi, BMW und Co zugelassen – im Schnitt hatte ein Neuwagen satte 153,9 PS.

Aber nicht nur die Mitarbeiter der Autobauer lieben höher motorisierte Firmenwagen. Fast genauso hoch ist der durchschnittliche PS-Wert anderer Firmenfahrzeuge: 152 PS. Zum Vergleich, private Autokäufer geben sich mit durchschnittlich nur 125 PS zufrieden.

Deutsche Unternehmen bevorzugen übrigens eindeutig auch deutsche Fabrikate. Fast dreiviertel aller Neuwagen, die auf Unternehmen zugelassen wurden, stammen von Audi, BMW, Ford, Mercedes, Opel, Porsche oder VW.

Durchschnitts-Porsche hat 349 PS

Und ein deutscher Firmenwagen hat im Schnitt nochmals etwas mehr PS unter der Haube als Fahrzeuge anderer Marken, nämlich 159,5 PS.

Größere Firmenwagen mit höheren PS sieht der Experte als durchaus problematisch. „Der Trend immer weiter steigender Motorleistungen birgt die Gefahr, dass Energieverbrauch und Motorleistung als weniger sozial akzeptiert angesehen werden.“ Dieses Risiko besteht vor allem bei den deutschen Autobauern.

Wer von der PS auf Größe und Luxus der Firmenwagen schließt liegt, liegt allerdings falsch. Knapp ein Drittel der neu zugelassenen Firmenwagen in Deutschland stammen aus der Kompaktklasse, wie etwa ein Golf oder kleiner. Der hohe PS-Wert stammt also von den im Vergleich wenigen, dafür aber besonders PS-starken Chefautos wie Porsche. Schon ein „Durchschnitts-Porsche“ hat im Unternehmensfuhrpark 349 PS. 

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