Musik im Netz: Google attackiert Apple

Musik im Netz: Google attackiert Apple

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Google attackiert Apple mit Musikangeboten

Google will mit einem neuen Service direkten Zugriff auf Musikstücke anbieten - eine Kampfansage an Apple und dessen Online-Musikladen iTunes. Bei der Attacke hat sich Google starke Verbündete gesucht.

Der Internet-Konzern Google will laut US-Medien in den Online-Musikmarkt einsteigen. Geplant sei eine spezielle Internetsuche für Musiktitel, berichteten am Mittwoch unter anderem die „New York Times“ und das Technologie-Blog „Techcrunch“ im Internet unter Berufung auf Insider. Google wolle den neuen Service in der nächsten Woche vorstellen.

Es sollen sowohl Hörproben der gesuchten Songs angeboten werden, sowie die Möglichkeit, die Titel als Download zu kaufen.

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Angriff auf Apples iTunes

Die neue Anwendung stellt einen direkten Angriff gegen den Platzhirsch des Musik-Downloads dar, Apples Programm iTunes. Große Plattenfirmen seien im vergangenen Jahr mit einem entsprechenden Vorschlag an das Internetunternehmen Google herangetreten, hieß es weiter.

Google selbst soll den Informationen zufolge nicht an den Erlösen des Musikverkaufs beteiligt werden, sondern Mehrwert aus den zusätzlichen Anzeigenerlösen ziehen, die die neue Suchfunktion ermöglichen wird. Bei einer Musiksuche sollen Nutzern nicht nur die entsprechenden Alben angezeigt werden, sondern auch Fotos, Texte, Videos und weitere Informationen.

Das Angebot des Suchmaschinen-Primus Google solle mit Online- Musikanbietern wie „iLike“ und „LaLa“ verknüpft werden. Von dort könnten einzelne Lieder heruntergeladen oder via Internet direkt abgespielt (“streaming“) werden. Lala verkauft online Musik, der Empfehlungsdienst iLike gehört seit diesem Monat über MySpace zum NewsCorp Konzern von Medienzar Rupert Murdoch.

Musikkonzerne kooperieren mit Google

Später könnten laut „Wall Street Journal“ auch Songs aus den Angeboten von Apple (iTunes) und vom führenden Online-Einzelhändler Amazon.com hinzukommen. Der US-Konzern Apple ist derzeit Marktführer beim Verkauf von Musik über das Internet. Die vier größten Musikkonzerne Warner, EMI, Sony und Vivendi Universal haben den Berichten zufolge ihre Kataloge für den Google-Service lizensiert. Auch zahlreiche kleinere Musiklabels seien mit dabei

Zusätzlich sollen über die Google-Suche weitere Inhalte wie Songtexte, Fotos und Konzertdaten zusammengestellt werden. Die Treffer der Spezialsuche könnten ähnlich wie Ergebnisse bei Wetter- und Finanzdaten gesondert angezeigt werden. Google selbst sehe den Service zunächst als Verbesserung seines Angebots, aber nicht als direkte Einnahmequelle.

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