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Nach Commerzbank-Übernahme: Dresdner Bank verschwindet als Marke

von dpa/AP

Noch zwei Jahre, dann ist die Dresdner Bank Geschichte. Nach mehr als 135 Jahren wird die Traditionsmarke vom deutschen Markt verschwinden. Nach der Übernahme wird die neue Großbank den einheitlichen Namen Commerzbank tragen. Für die Kunden soll sich so gut wie nichts ändern.

Commerzbank-Chef Martin Quelle: AP
Commerzbank-Chef Martin Blessing (v.l.), Allianz-Chef Michael Diekmann und Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter Quelle: AP

Commerzbank-Chef Martin Blessing sagte der „Bild-Zeitung", die neue Großbank werde „am Ende des Zusammengehens den einheitlichen Namen Commerzbank haben“. Es werde aber bestimmt noch zwei Jahre dauern, bis Filialnetz, Technik und Verwaltung zusammengelegt würden.

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Gestern hatte Blessing bereits angekündigt, dass der Slogan „Die Beraterbank“ aus dem Auftritt der bisherigen Allianz-Tochter Dresdner Bank möglicherweise übernommen werden könnte.

Trotz der geplanten Schließung hunderter Filialen werde den Kunden von Dresdner und Commerzbank künftig ein größeres Netz an Zweigstellen zur Verfügung stehen. „Ein Commerzbank-Kunde kann heute in 800 Filialen gehen, zukünftig sind es 1200. Ein Kunde der Dresdner Bank hat 700 Filialen, künftig 1200 „, erklärte Blessing.

Nur eine Zentrale

Filiale der Dresdner Bank in Quelle: dpa
Filiale der Dresdner Bank in Frankfurt am Main Quelle: dpa

Der 45-jährige Banker, der gut drei Monate nach der Übernahme der Commerzbank-Führung schon eine der größten Fusionen im deutschen Bankenmarkt gestemmt hat, hob zudem hervor: „Beide Häuser haben Schwerpunkte und Stärken bei Beratung und Produkten - das ergänzt sich sehr gut.“ Das zusammengeschlossene Institut habe mehr Privat- und Firmenkunden im Inland als jede andere Bank.

Zum geplanten Abbau von rund 9000 Stellen sagte Blessing, diese Entscheidung sei der Führung sehr schwer gefallen. „Aber wir haben mit den Betriebsräten etwas vereinbart, was wir noch nie gemacht haben: Bis Ende 2011 soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben.“ Dies gelte für beide Banken.

Für den Stellenabbau sollten unter anderem Altersteilzeit, Arbeitsplatzwechsel und freiwillige Aufhebungsverträge genutzt werden. Der Schwerpunkt des Jobabbaus liege in der Investmentbank, der Verwaltung und im Management. „Wir brauchen keine zwei Zentralen.“

Zu möglichen Änderungen für die Kunden sagte Blessing, diese bekämen nur in Ausnahmefällen neue Berater. „Wir wollen nur Filialen zusammenlegen, die in unmittelbarer Nachbarschaft liegen.“ Ganz wichtig sei auch, dass die Bank dafür sorgen werde, dass jeder seine Kontonummer und Bankleitzahl behalten könne.

10 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 04.09.2008, 13:00 UhrAnonymer Benutzer: Reinhold

    Diese Fusion könnte zum Super-Gau werden. Die erste Zwischenbilanz ist verheerend: Kursabsturz der Coba, totale irritation bei allen Kunden, Wegfall von 1,2 Mrd. Verlustvorträgen bei der Allianz, Vernichtung der etwa 1,5 Mrd. werten Marke Dreba, extreme Demotivation der Mitarbeiter, kommunikatives Desaster gegenüber allen Zielgruppen - wirklich ein strategischer Offenbarungseid der Herren blessing, Diekmann & Co. ich bin fest davon überzeugt, daß dies der Anfang einer langen Leidensgeschichte ist, an deren Ende die relativ "billige" Übernahme der neuen Commerzbank durch einen ausländischen investor stehen wird. Vielleicht kommen die Chinesen dann zu wesentlich besseren bedingungen doch noch zum Zuge.

  • 03.09.2008, 18:13 UhrAnonymer Benutzer: Beobachter

    Nun, eine Übernahme bleibt eine Übernahme - egal wie das hausintern benannt und dem Personal - wenn überhaupt - schmackhaft gemacht wird. Somit hier überdeutlich die Nachricht an alle Mitarbeiter der Dreba: es gibt einen Sieger und es gibt einen Verlierer. Der Sieger macht mit dem Verlierer was er will, ob das nun dem Einzelnen passt oder nicht, Marketing hin oder her. Sämtliche überlebenden Grünen werden nun eingegelbt.

    Die Marke Dresdner hat die letzten Jahre bereits dermaßen gelitten, daß der vermeintliche Marktwert ohnehin fraglich ist.

    Allerdings: banker sind eine besondere Spezies und insgesamt halte ich nicht viel von ihnen. Wir werden sehen, was die Cobank nun aus der Übernahme macht außer Personal abzubauen.

    Übrigens: ich hätte da ein paar Vorschläge, das Personal der Dreba hier am Ort kann man komplett in der Pfeife rauchen, die guten Leuten hat man schon vor Jahren weggemobbt oder sind von selber gegangen.

  • 03.09.2008, 09:52 UhrAnonymer Benutzer: Zamir Zebulovic

    Alle "gutbetuchten" Menschen wissen seit Urzeiten, dass Kapitalanlagen nur über die eigene Verantwortung laufen können.
    Nur wirklich kleingeistige, neureiche, vertrauen ihr Geld einer
    bank, oder irgendwelchen beratern an. Sämtliche Finanzkrisen
    basieren auf Dummheit und irreführung.
    Gruss Zamir

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