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Nach Flynext-Ausstieg : Wöhrl will europäische Fluglinie kaufen

von Rüdiger Kiani-Kreß

Der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl, der im Juni die Fluglinie Flynext gegründet und in der vergangenen Woche an die Mehrheitsgesellschafterin der Berliner Airline Germania Ingrid Bischof verkauft hat, plant weitere Investitionen ins Fluggeschäft.

Kaum hat der Nürnberger Unternehmer eine Airline veräußert, will er schon die nächste kaufen. Bei seinen Investments in Fluglinien hält es Hans Rudolf Wöhrl mit einer Weisheit des legendären Fußball-Bundestrainers Sepp Herberger: "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel." Erst im Juni hat der Nürnberger Unternehmer die Fluglinie Flynext gegründet, in der vergangenen Woche hat er sie an die Berliner Unternehmerin Ingrid Bischof verkauft, die Mehrheitsgesellschafterin der Berliner Airline Germania.

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Doch der 63-Jährige plant keineswegs den Ausstieg aus dem Fluggeschäft. "Konkret verhandeln wir über den Kauf einer europäischen Airline, die sich in einer schwierigen Lage befindet, und wir arbeiten am Aufbau einer neuen Airline in der Karibik, gemeinsam mit der dortigen Regierung", sagt Wöhrl. Details will er noch nicht verraten. Mit seiner Investmentgesellschaft Intro, die er zusammen mit Schwiegersohn Peter Oncken führt, hat Wöhrl seit 1974 schon neun Fluglinien gegründet oder saniert, darunter die Urlaubslinie LTU und den Billigflieger dba. Beide verkaufte er vor gut vier Jahren an Air Berlin.

Hinzu kommen der Nürnberger Flugdienst, aus dem Eurowings hervorging, und der Billigflieger Gexx. Den Ausstieg aus Flynext begründet Wöhrl in einer Mitarbeiterinformation mit "gegenwärtigen Verwerfungen in der deutschen Luftfahrt". Bisher flog die Linie ausschließlich für Germania, die wiederum Flüge für Air Berlin durchführte. Angesichts der Sanierung bei Air Berlin rechnet man nun mit weniger Aufträgen. Da Flynext "salopp ausgedrückt das Ende der Nahrungskette darstellt", habe sie allein "keine dauerhaft gute Perspektive" gehabt.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 05.10.2011, 22:32 UhrAnonymer Benutzer: ExEW-Teddy

    Es kann nur "Einen" geben, dem man so etwas zutrauen kann.

  • 30.09.2011, 17:51 UhrAnonymer Benutzer: Hartmut M.

    Wöhrl ist der Einzige, der sein Geschäft versteht.

    Und Hunold hat den ganzen Gemischtwarenladen
    für teures Geld gekauft und nichts daraus gemacht.

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