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Nach Verlustjahr: Wienerberger streicht Dividende

Quelle: Handelsblatt Online

Die Krise hat bei Wienerberger voll zugeschlagen: Der österreichische Ziegelhersteller hat 2009 wegen der Rezession tiefrote Zahlen geschrieben.

Der Ziegelhersteller Wienerberger hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Quelle: dpa
Der Ziegelhersteller Wienerberger hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Quelle: dpa

HB WIEN. Nach tiefroten Zahlen 2009 startet der österreichische Ziegelhersteller Wienerberger mit einem operativen Verlust in das Jahr 2010. Nach dem ungewöhnlich langen und harten Winter dürfte auch im ersten Quartal ein negatives Ebitda angefallen sein, wie Wienerberger-Chef Heimo Scheuch am Mittwoch sagte. Diese Scharte soll aber in den Folgequartalen ausgewetzt werden. "Dass wir 2010 schwarze Zahlen schreiben, davon ist auszugehen", bekräftigte Scheuch. "Wir haben die Krise verdaut, die ist hinter uns", sagte er vor Journalisten. Trotz des massiven Verlustes habe der Konzern 2009 die Nettoschulden halbiert, die Kosten nachhaltig um 160 Mio. Euro gesenkt und werde daher wieder Gewinn machen.

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2009 war das Geschäft mit Wand- und Dachziegeln von Wienerberger um ein Viertel eingebrochen, weil in der Krise weniger Wohnungen gekauft und Häuser gebaut wurden. Wienerberger musste 31 Werke schließen oder stilllegen. Die Erlöse sanken um ein Viertel auf 1,8 Mrd. Euro, und Restrukturierungskosten und Firmenabwertungen drückten den Konzern auf knapp 259 Mio. Euro ins Minus; nach einem Gewinn von 103 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Die Dividende wird deswegen gestrichen, zum zweiten Mal in Folge. Doch Wienerberger will rasch wieder dividendenfähig werden, versprach Scheuch.

2010 setzt Wienerberger auf Westeuropa und die USA: In Westeuropa sollte der Abwärtstrend zu einem Ende gekommen sein, punktuell könne man auch wieder wachsen, erklärte Scheuch. In den USA, wo im Vorjahr Wienerberger um ein Drittel schrumpfte, sollte ebenfalls der Boden gefunden sein. Dagegen sei in Mittel- und Osteuropa kein Umschwung sichtbar. "Wir glauben an die Region, weil sie starken Nachholbedarf hat", sagte der Manager aber. Ein Drittel des Geschäftes macht Wienerberger im Osten, die Hälfte des operativen Gewinns kommt aus dieser Region.

Die Krise am Bau hatte nicht nur dem österreichischen Konzern schwer zugesetzt: Der irische Baustoffkonzern CRH verdiente 2009 die Hälfte weniger als noch ein Jahr zuvor. HeidelbergCement verkaufte ein Fünftel weniger, und das operative Ergebnis (Ebit) fiel um 39 Prozent.

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