Navigationsgeräte: Übernahmegerüchte bei Garmin und Navigon

Navigationsgeräte: Übernahmegerüchte bei Garmin und Navigon

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Gebäude in Großstädten zeigt das Navigon 7310 in 3D-Darstellung an

Angeblich will Marktführer Garmin den kleinen Hamburger Navihersteller Navigon schlucken. Schaden würde die Übernahme keinem von beiden. Schon im Juni soll der Kaufvertrag fertig sein. Beide hüllen sich jedoch in Schweigen.

Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge, streckt der US-Riese Garmin seine Finger nach dem Hamburger Hersteller von Navigationsgeräten aus. Navigon soll für einen zweistelligen, mittleren Millionenbereich an den Konkurrenten gehen. Angeblich stehe dir Beratungsfirma Arma Partners Navigon bei den Verhandlungen mit Rat zur Seite. Beide Unternehmen selbst äußern sich nicht dazu.

Eine Sprecherin von Navigon sagte gegenüber wiwo.de, dass man im Unternehmen nichts von einer Übernahme wisse. Bei Garmin hieß es, es sei Politik des Hauses – sowohl in Deutschland als auch in den USA – "solche Gerüchte nicht zu kommentieren."

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Konkurrent Smartphone

Die beiden Hersteller verliren derzeit aufgrund der Navigation per Smartphones an Boden und müssen sich neu erfinden. Sie bieten beispielsweise Apps fürs iPhone und andere Smartphones an, um von den kleinen Allroundern nicht völlig aus dem Markt geschubst zu werden. Aus dieser Situation heraus wäre ein Zusammenschluss vielleicht der richtige Weg.

Navigon gehört bereits jetzt zu 90 General Atlantic Partners. Innerhalb der vergangenen sechs Jahre hat die Investmentgesellschaft ihren Anteil an dem Unternehmen von 25 Prozent hochschrauben müssen. Eingestiegen war General Atlantic Partners 2005, 2006 sollte der Börsengang folgen - der wurde jedoch immer wieder verschoben.

Übernahme wäre für beide Seiten nützlich

Dabei waren die Jahre 2006 bis 2008 für die Hersteller von Navigationsgeräten und –software ertragreich. 2006 beispielsweise verkauften sich in Deutschland rund 4,5 Millionen Navis, im Jahr davor waren es nur rund die Hälfte. Navigon, damals noch ausschließlich Softwarehersteller schwenkte um und begann, eigene Navigationsgeräte zu entwickeln. Pünktlich zum Marktstart des iPhones. Dass mit der Smartphone-Welle auch Googles Gratis-Navisoftware auf den Markt kam, machte es für Navigon nicht besser. 2009 stellte Navigon den Vertrieb in Amerika ein, die Höhe der Unternehmensschulden Ende 2009 betrug in etwa 76 Millionen Euro. Ein Verkauf wäre da zumindest finanziell attraktiv.

Und auch bei Garmin wäre eine solche Übernahme nicht völlig unabwegig. Zwischen 2007 und 2008 hatte Garmin für Firmenübernahmen in Europa rund 190 Millionen Dollar ausgegeben. 2010 beendete das Unternehmen mit der Übernahme des norwegischen Vertriebs Belanor AS – heute der Garmin Norge AS - eine regelrechte Serie. Durch die Übernahme der Distributoren konnte das Unternehmen seinen Marktanteil in Europa deutlich erhöhen - und schloss weitere Übernahmen und damit eine noch stärkere Marktposition in Europa nicht aus.

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