Neubewertung: IKB braucht neues Geld

Neubewertung: IKB braucht neues Geld

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Die Zentrale der Deutschen Industriebank IKB in Düsseldorf

Die schwer angeschlagene Mittelstandsbank IKB braucht eine neue Finanzspritze in Milliardenhöhe. Branchenkreise bestätigten, dass die IKB bis zu zwei Milliarden Euro benötigt.

Hintergrund sei die Neubewertung von Wertpapieren in der IKB-Bilanz, deren Großaktionär die bundeseigene Förderbank KfW ist. Die KfW wollte sich zu dem Thema nicht äußern. Den Kreisen zufolge kann die KfW, die bereits mit Milliarden bei der IKB engagiert ist, die neue Lücke nicht schließen, ohne möglicherweise ihren Förderauftrag zu gefährden.

Derzeit laufen Verhandlungen zwischen dem Bund, den Privatbanken und der KfW über die Übernahme der neu aufgetauchten Risiken. Dabei wächst offenbar der Druck auf die Privatbanken, die sich bei der ersten Rettungsaktion für die Mittelstandsbank mit einer Milliarde Euro engagiert hatten, noch einmal einzuspringen.

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Nicht auszuschließen sei aber auch, dass der Bund sich erstmals an einer Lösung beteilige, schrieb das „Handelsblatt“. Bei einer KfW-Verwaltungsratssitzung heute in Berlin solle eine Lösung gefunden werden.

IKB-Aktien brechen um 20,25 Prozent ein

Die IKB war die erste Bank in Deutschland, die wegen der Krise auf dem US-Immobilienmarkt in schwere Turbulenzen geriet. Ende Juli sprang die KfW der Mittelstandsbank mit einer Kreditlinie von 8,1 Milliarden Euro zur Seite. Sie übernahm auch 2,5 Milliarden Euro einer Risikoabschirmung, die ein Volumen von damals insgesamt 3,5 Milliarden Euro hatte.

Rund eine Milliarde Euro übernahmen die Privatbanken. Ende 2007 musste die KfW ihre Risikovorsorge wegen neuer Risiken bei der IKB, deren Zweckgesellschaft „Rhineland Funding“ tief in die Krise verstrickt ist, um 2,3 Milliarden Euro auf 4,95 Milliarden Euro erhöhen.

Nach der weiteren Zuspitzung sind IKB-Aktien erneut abgestürzt. Der Aktienkurs der im MDax gelisteten Mittelstandsbank brach zeitweise um 20,25 Prozent auf 5,04 Euro ein. Mit zwischenzeitlich 4,92 Euro blieben die Anteilsscheine nur knapp über dem Mitte Januar erreichten Rekordtief von 4,77 Euro.

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