Neue Energien: Siemens verlagert Windkraftsparte nach Hamburg

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Neue Energien: Siemens verlagert Windkraftsparte nach Hamburg

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Ein Windrad

Der Elektronikkonzern Siemens stellt sein Geschäft mit erneuerbaren Energien neu auf. Entwicklung und Bau von Windturbinen und Solaranlagen werden ab Oktober getrennt voneinander gesteuert.

Mit der Konzentration auf die unterschiedlichen Energiefelder will der DAX-Konzern Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit mit Hochdruck vorantreiben. Diese Strategie kann aufgehen: Nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's wird sich der Ausstieg aus der Atomkraft bei gleichzeitiger Förderung der Erneuerbaren nur positiv auf das Kreditprofil des Münchner Unternehmens auswirken. Energie-Vorstand Michael Süß erklärte am Montag in Hamburg, Siemens reagiere mit der Trennung von Wind- und Solarkraft auf das unterschiedliche Entwicklungstempo beider Bereiche.

Serienfertigung von Offshore-Windkraftanlagen angestrebt

Für die Windkraft bedeute das vor allem eine verbesserte Wirtschaftlichkeit, bei Solarkraft stehe die Weiterentwicklung der Technologien für den industriellen Einsatz im Vordergrund. Um das Windturbinengeschäft gegen die Konkurrenz zu rüsten, holte Siemens Felix Ferlemann ins Boot. Der 51-Jährige soll vor allem an den Kosten arbeiten. Schwerpunkt werde eine verbesserte Industrialisierung von Fertigung und Logistik sein. Plan ist, Offshore-Windkraftwerke künftig verstärkt in Großserien zu fertigen.

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Mit der Verlegung seiner Windkraftzentrale aus dem dänischen Brande nach Norddeutschland setzt der Konzern verstärkt auch auf Kundennähe. „Hamburg ist eine der wichtigsten Windmetropolen der Welt“, sagte Süß. Pluspunkt sei, dass die geplanten Offshore-Anlagen in Nord- und Ostsee direkt vor der Tür lägen. Die Stadt begrüßt den Umzug. Mit der Entscheidung von Siemens vergrößere sich die Chance, gemeinsam mit den norddeutschen Ländern zu einem der führenden Standorte in der Windkraft zu werden, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Die Hansestadt profitierte in den vergangenen Jahren deutlich vom Wachstum der Windenergiebranche.

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