
Weitere 4300 Stellen entfallen auf Frankreich - davon 1100 auf die Airbus-Zentrale in Toulouse -, 1600 auf Großbritannien und 400 auf Spanien. 5000 der genannten Stellen seien mit „Zeitarbeitskräften oder Unterauftragnehmern“ besetzt. Für drei Werke - darunter Nordenham (Niedersachsen) - sucht der Konzern industrielle Partner. Drei weitere Standorte, Varel (Niedersachsen), Laupheim (Baden-Württemberg) und St.Nazaire-Ville stehen zur Disposition. Unterdessen legten Arbeitnehmer an diesen deutschen Standorten die Arbeit nieder. Die Arbeit solle vermutlich erst am Freitag wieder aufgenommen werden. Die Tochter des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS will ihre Unternehmensabläufe zur Überwindung der Krise optimieren und dazu die komplizierte Mehr-Länder-Struktur abschaffen. Statt der bisher acht nationalen wird es jetzt „vier transnationale Kompetenzzentren“ geben. Das Unternehmen will im Zuge des Sanierungsprogramms „Power 8“ keine Arbeitnehmer entlassen. Die beschlossenen Anpassungen sollen durch natürliche Fluktuation, Vereinbarungen über freiwilliges Ausscheiden und weitere Maßnahmen erfolgen. „Bislang sieht das Management keine Notwendigkeit für Entlassungen“, hieß es. Die französischen Arbeitnehmer reagierten erzürnt auf die Lastenverteilung. Die Mobilisierung gegen den geplanten Stellenabbau und die Airbus-Werksverkäufe müsse anschwellen, es werde als Protest dagegen spontane und auch organisierte Arbeitsniederlegungen geben, kündigte CGT-Sprecher Xavier Petrachi an. Der deutsche Gesamtbetriebsrat und die IG Metall reagierten ebenfalls enttäuscht: „Der Kampf um die Zukunft von Airbus in Deutschland hat jetzt erst begonnen.“ Der Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende, Rüdiger Lütjen, sagte in Toulouse: „Wir werden das Konzept des EADS Boards so nicht akzeptieren.“ „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz. Darüber hinaus werden wir die Beibehaltung aller Standorte innerhalb der Airbus Deutschland GmbH entschieden einfordern.“













