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Neue Marke: Coca-Cola verkauft stilles Wasser und kauft Energy Brands Inc.

von dpa

Der Getränkeriese Coca-Cola schickt seine Tochter Apollinaris mit einer neuen Marke auf den wachsenden deutschen Markt für stilles Mineralwasser. Das Produkt namens „ViO“ soll bundesweit in 0,5-Liter-Einwegflaschen in Kiosken, Bäckereien, Tankstellen und Imbissen verkauft werden, wie Coca-Cola Deutschland heute mitteilte.

Bisher verkauft Coca-Cola in Deutschland nur das sprudelnde Tafelwasser "Bonaqua" (hier im Bild), doch in Zukunft soll mit der neuen Marke "ViO" auch der Markt für stilles Wasser bedient werden. Foto: AP
Bisher verkauft Coca-Cola in Deutschland nur das sprudelnde Tafelwasser "Bonaqua" (hier im Bild), doch in Zukunft soll mit der neuen Marke "ViO" auch der Markt für stilles Wasser bedient werden. Foto: AP

Für die Erschließung einer dafür genutzten neuen Quelle im niedersächsischen Lüneburg und die Abfülltechnik wurden rund 1,8 Millionen Euro investiert. Zunächst ziele das Produkt auf den Verbrauch für unterwegs, sagte Eberhard Betker, Geschäftsleitungsmitglied bei der Apollinaris GmbH, die im Mai 2006 von Coca-Cola gekauft worden war. Der Kunstname „ViO“ bezieht sich auf die französischen Wörter für Leben (vie) und Wasser (eau). Auf dem deutschen Markt für stille Mineralwasser dominieren bisher Produkte aus französischen Quellen wie Volvic, Evian (Danone Waters) und Vittel von Nestlé Waters. Auch einige deutsche Mineralbrunnen hatten wegen hoher Nachfrage zuletzt neue stille Wassermarken eingeführt. Sorten ohne Kohlensäure werden nach Branchenangaben hier zu Lande beliebter. Ihr Absatz stieg nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke im vergangenen überdurchschnittlich um rund 17 Prozent. Abgefüllt werden soll das neue Apollinaris-Produkt auf dem Gelände der Nord-Zentra GmbH in Lüneburg, die bereits Getränke für Coca-Cola produziert. Das amtlich anerkannte Mineralwasservorkommen liegt den Angaben zufolge in rund 120 Metern Tiefe in einer Sandschicht. Der traditionelle Quellort von Apollinaris liegt im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler, das dortige Wasser enthält aber natürliche Kohlensäure. Zur Wassersparte von Coca-Cola gehören zudem das Tafelwasser Bonaqa sowie einige regionale Mineralwassermarken. Coca-Cola kauft Energy Brands Inc. für 4,1 Milliarden Dollar Außerdem gab Coca-Cola heute bekannt, dass es die amerikanische Getränkefirma Energy Brands Inc. für 4,1 Milliarden Dollar (3 Milliarden Euro) in bar kaufen wird. Die Gesellschaft mit Sitz in Whitestone (New York) ist auch unter dem Namen Glaceau bekannt. Glaceau bietet mit Vitamin angereicherte stille Wassergetränke unter Markennamen wie vitaminwater, smartwater, fruitwater und vitaminenergy an. Die rasant wachsende Gesellschaft beschäftigt 1000 Mitarbeiter. Damit will Coca-Cola zunächst sein US-Geschäft in dem rasch wachsenden Marktsegment für stille Wassergetränke gezielt ausbauen. Es wächst viel schneller als der Absatz von kohlensäurehaltigen Getränken. Der Getränkeriese will aber nach Darstellung von Marktkennern in diesem Getränkebereich auch stärker zum Hauptkonkurrenten PepsiCo aufschließen. PepsiCo hat nach Branchenschätzungen in dieser Sparte einen US-Marktanteil von 50 Prozent, während es Coca-Cola bisher nur auf 23 Prozent gebracht hatte. Es sei eine hervorragende Gelegenheit für beide Gesellschaften, ein expandierendes Lifestyle-Geschäft auszubauen, zuerst in den USA und dann weltweit, betonte Konzernchef Neville Isdell. Glaceau soll als separate Geschäftssparte unter seinem bisherigen Management operieren. Die Transaktion soll im Sommer vollzogen werden. Es sind noch behördliche Genehmigungen erforderlich.

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1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 21.05.2008, 02:02 UhrAnonymer Benutzer: J.Gerlach

    Am Schlimmsten bei diesem Wasser ist die saublöde Werbung mit einem bellenden Fisch! Für diesen Scheißdreck würde ich das Wasser noch nicht einmal dafür benutzen, um mir den Hintern zu waschen!

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