Neue Solarmodule: Solarstrom wird immer billiger

Neue Solarmodule: Solarstrom wird immer billiger

von Mario Brück und Dieter Dürand

Spätestens in vier Jahren werden die Kosten für die Erzeugung von Solarstrom und konventionellem Strom in Deutschland gleich hoch sein.

Das prognostiziert Dieter Manz, Chef des börsennotierten Reutlinger Maschinenbauers Manz und seit 20 Jahren in der Solarbranche tätig. „Bei Dünnschicht-Modulen nähern wir uns in großen Schritten Produktionskosten von 50 Cent je Watt Modulleistung. Damit wird Solarstrom in immer mehr Märkten billiger als gekaufter Strom vom Energieversorger“, sagte Manz gegenüber der WirtschaftsWoche.

Bis aber Netzparität erreicht werde, bleibe die Industrie auf staatliche Förderung angewiesen. Manz: „Dann kann die Einspeisevergütung komplett eingestellt werden. Im Gegenzug sollte die Regierung aber den privaten Eigenverbrauch begünstigen.“

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Es gehe dabei „um ein paar Cent Eigenverbrauchszulage“, mit der die Anschaffung einer Batterie belohnt werde, damit der Solarstrom mit in die Nacht genommen werden könne. Mehr Eigenverbrauch würde laut Manz erheblich zur Stabilität der Stromnetze beitragen. „Zudem würde die dezentrale Erzeugung und Nutzung Milliarden beim Netzausbau sparen, der dann nämlich wesentlich kleiner ausfallen kann“, argumentiert Manz.

Riesiges Absatzpotenzial in Asien

Auf das eigene Unternehmen und deutsche Mitbewerber sieht Manz goldene Zeiten zukommen: „Die Technologie wird auch ohne staatliche Förderung für immer mehr Menschen erschwinglich. Die hohen Wachstumsraten werden große Konzerne anlocken, die noch nicht im Geschäft mitmischen, aber rein wollen.“

Vor allem in Asien sieht Manz gewaltiges Absatzpotenzial: „Im Prinzip stehen alle großen Bildschirmhersteller und Elektronikkonzerne in Taiwan und Korea Gewehr bei Fuß. Sie alle haben Entwicklungsabteilungen aufgebaut und fahren schon Pilotlinien. Die warten nur noch, bis der Markt groß genug ist. Wenn solche Großkonzerne in eine solche Technik einsteigen, dann wollen die Chefs mindestens für eine Milliarde Euro Solarmodule verkaufen und nicht für 50 Millionen.“

Unternehmen wie Foxconn, LG oder Samsung werde dann, so Manz, „gar nichts anderes übrig bleiben, als unsere Anlagen zu kaufen oder zu lizenzieren“. Manz: „Ansonsten müssten sie ja 15 Jahre Technologieentwicklung nachholen oder sich einen Modulhersteller kaufen."

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